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Flucht aus dem Corona-Knast

Mitunter kümmert sich der Staat mehr als uns lieb ist. Ein satirischer Wochenrückblick. Es geht um Quarantäne-Verweigerer und FFP2-Masken.

Verweigerern von Infektionsschutzmaßnahmen droht nämlich der Corona-Knast. Ganz so schlimm wie auf dem Foto wird es den betreffenden Personen aber dann doch nicht ergehen.
Verweigerern von Infektionsschutzmaßnahmen droht nämlich der Corona-Knast. Ganz so schlimm wie auf dem Foto wird es den betreffenden Personen aber dann doch nicht ergehen. © Symbolfoto: dpa

Sie sind in Quarantäne und wollen mal raus aus der Wohnung? Lassen Sie es! Verweigerern von Infektionsschutzmaßnahmen droht nämlich der Corona-Knast. Die Staatsregierung gab diese Woche bekannt, dass renitente Quarantäne-Brecher jederzeit in ausbruchssichere Unterkünfte eingewiesen werden können, die zurzeit in Dresden schön hergerichtet werden. Das Problem: Dort gibt es nur drei Zimmer. Wenn also zwischendurch weitere Mitbürger an die frische Luft wollten, ist es da viel enger als zu Hause.

Sind Sie aber schon drin und Ihnen gelingt die Flucht aus einem der drei Räume, gilt es aufzupassen. Die sächsische Corona-Schutzverordnung könnte dafür sorgen, dass Sie schnell enttarnt werden. Ich sage nur: FFP2-Maske! Sollten Sie im Bus oder im Supermarkt künftig keine dieser Wundertüten aufsetzen, sind Sie – schwuppdiwupp – Wiederholungstäter. Zurück im freistaatlichen Beruhigungsdomizil können Sie dann nur noch kleinlaut fragen: Darf ich wenigstens mein altes Zimmer haben?

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Also Bürger, haltet euch an die Regeln oder im Notfall an Sachsens Justizministerin! Die hatte kürzlich eine Weihnachtsamnestie erlassen. So lagen unterm Tannenbaum nicht nur Geschenke, sondern hier und da auch ein lange vermisstes Familienmitglied. Wer jedoch nicht bis Weihnachten 2021 warten kann, braucht unseren Ministerpräsidenten. Der darf jederzeit Gnadengesuche bewilligen. Klappt das, kaufen Sie nach Verlassen des staatlichen Gästezimmers aber bitte sofort eine FFP2-Maske!

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