SZ + Sachsen
Merken

Schulen und Kitas in Sachsen sollen weiter offen bleiben

Auch wenn die Krankenhäuser wegen Corona überlastet sind, soll es keinen Wechselunterricht in Schulen oder feste Gruppen in Kitas geben.

Von Andrea Schawe
 2 Min.
Teilen
Folgen
Sachsens Schülerinnen und Schüler sollen weiterhin im Regelbetrieb lernen können.
Sachsens Schülerinnen und Schüler sollen weiterhin im Regelbetrieb lernen können. © Matthias Rietschel

Dresden. Schulen und Kitas in Sachsen sollen in Zukunft auch bei hohen Patientenzahlen in den Krankenhäusern regulär geöffnet bleiben. Das sieht der Entwurf der neuen Kita- und Schulverordnung vor, die am Freitag beschlossen werden soll.

Bisher müssen bei Erreichen der Überlastungsstufe alle weiterführenden Schulen automatisch in den Wechselunterricht gehen sowie Grund-, Förderschulen und Kindertageseinrichtungen die Kinder wieder in festen Klassen oder Gruppen betreuen. Sie tritt ein, wenn mehr als 1.300 Betten auf Normalstationen oder 420 Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind, oder die Hospitalisierungsrate 12 erreicht.

Vorgesehen ist, den Artikel zu streichen. Das Kultusministerium begründet das mit der Änderung der Rechtsgrundlage auf Bundesebene. Nach einer noch für November vorgesehenen Änderung des Infektionsschutzgesetzes sei es dann nicht mehr möglich, die Einrichtungen zu schließen, heißt es in der Begründung des Entwurfs.

Die zukünftige Ampel-Koalition im Bund plant, die epidemische Lage auslaufen zu lassen. Damit soll unabhängig vom Infektionsgeschehen Regelbetrieb in den Einrichtungen stattfinden, um "die von jungen Menschen während der Pandemie in Kauf zu nehmenden Nachteile in Bildung und Erziehung" nicht zu verfestigen und zu vertiefen.

"Das ist ein klares Bekenntnis für die Kinder und Jugendlichen und ihre Bildung", sagte Dirk Reelfs, der Sprecher des Kultusministeriums. Im Einzelfall soll das Kultusministerium aber weiterhin Wechselunterricht und eingeschränkten Regelbetrieb anordnen sowie Schulen und Kitas ganz schließen können, wenn es dort Corona-Ausbrüche gibt.