merken
Sachsen

Köpping bedankt sich bei den Impf-Helfern

Sachsens Gesundheitsministerin hat in Pirna die Arbeit der Angestellten in den Impfzentren gelobt. Anlass ist die Schließung der Einrichtungen.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), hat zuletzt immer wieder Impfzentren besucht - wie hier die Einrichtung des Vogtlandkreises nach einem Brandanschlag.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), hat zuletzt immer wieder Impfzentren besucht - wie hier die Einrichtung des Vogtlandkreises nach einem Brandanschlag. © dpa/Bodo Schackow

Dresden/Pirna. 13 Standorte, 8 Monate Betrieb, 2 Millionen Impfungen: Zum geplanten Ende der Impfzentren in Sachsen Ende September hat Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag noch einmal ein Zentrum besucht.

Bei ihrem Termin in Pirna dankte sie stellvertretend allen Angestellten der sächsischen Impfzentren für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten. "Alle gemeinsam haben eine riesige Mammutaufgabe gestemmt, die im Herbst 2020 begann. Viele von ihnen haben auf freie Tage, Urlaub verzichtet und sogar über Weihnachten und Neujahr hinweg durchgearbeitet", sagte sie laut Mitteilung.

QF Passage Dresden
Dresdens schönste Einkaufs-Passage feiert
Dresdens schönste Einkaufs-Passage feiert

Die QF-Passage am Neumarkt wird 15 Jahre alt. Grund genug für eine große Party - und jede Menge exklusive Geschenke.

Der Impfbetrieb habe sich schnell eingespielt, es habe auch viel Lob von Bürgerinnen und Bürgern für den professionellen Ablauf gegeben. "Ich kann das Lob nur bestätigen. Auch ich war bei meiner eigenen Impfung sehr angetan von der guten Organisation und der Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Der Betrieb in den 13 Impfzentren war am 11. Januar gestartet. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Auftrag des Freistaats einen Standort eingerichtet. Die höchste Tagesleistung wurde laut Gesundheitsministerium am 18. Mai erreicht, als in allen Impfzentren zusammen 16.494 Menschen geimpft wurden. Zuletzt waren es noch 2.000 bis 4.000 Pikse pro Tag. Nach Schließung der Impfzentren sollen Ärzte im Regelbetrieb die Immunisierungen übernehmen.

AfD will gegen Testpflicht an Schulen klagen

Auch Kinder werden in der sächsischen Impfkampagne mittlerweile einbezogen. Junge Geimpfte sind ebenso wie Genesene von einer Testpflicht befreit. Alle anderen müssen sich zweimal pro Woche planmäßig auf das Coronavirus testen lassen. Dagegen will die AfD im sächsischen Landtag nun vorgehen - und die Rechtmäßigkeit der Testpflicht an Schulen vom Verfassungsgerichtshof überprüfen lassen, wie Partei- und Fraktionschef Jörg Urban am Dienstag mitteilte.

Kinder spielten beim Infektionsgeschehen "nachweislich kaum eine Rolle", erklärte Urban. Die Schnelltests hätten eine hohe Fehlerquote. Zudem habe die AfD grundsätzliche Bedenken: Die Testpflicht kollidiere mit der Schulpflicht und dem Grundrecht auf Bildung und sie laufe auf eine Diskriminierung von Ungeimpften hinaus.

Unterdessen bleibt die Corona-Inzidenz in Sachsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der erfassten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Dienstag mit 40,2 aus. Am Tag zuvor waren es 42,5. Damit gehört Sachsen nach wie vor zu den Bundesländern mit der niedrigsten Infektionsrate. Bundesweit lag die Inzidenz laut RKI bei 60,3 und ist damit ebenfalls wieder leicht gefallen.

Weiterführende Artikel

Corona-Inzidenz klettert in Sachsen auf über 100

Corona-Inzidenz klettert in Sachsen auf über 100

Fast 11.000 Neuinfektionen bundesweit, immer mehr gefälschte Impfausweise in Sachsen, Biontech beantragt Impfstoff-Zulassung für Kinder - unser Newsblog.

Keine Impfungen mehr in der Messe Dresden

Keine Impfungen mehr in der Messe Dresden

Nach mehr als einer halben Million Impfungen ist Schluss im Impfzentrum an der Messe. Doch es wird in Dresden weiter zahlreiche Impfangebote geben.

Mehr als 50 Straftaten mit Bezug zu Impfzentren

Mehr als 50 Straftaten mit Bezug zu Impfzentren

Die Arbeit in Sachsens Impfzentren ist nicht einfach. Die Polizei registriert Bedrohungen, Hausfriedensbruch - und jetzt sogar einen Brandanschlag.

Brandanschlag auf Impfzentrum im Vogtlandkreis

Brandanschlag auf Impfzentrum im Vogtlandkreis

Unbekannte attackieren ein Impfzentrum in Treuen und werfen Flaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

Auch die Lage in den Krankenhäusern ist entspannt: Derzeit befinden sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 100 Covid-19-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser. Als kritischer Wert gilt die Grenze von 1.300 Patienten - dann greifen schärfere Maßnahmen. (dpa)

Mehr zum Thema Sachsen