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Sachsen bestellt Zehntausende Impfdosen ab

Die Nachfrage nach Impfungen gegen das Coronavirus ist gering. Sachsen hat deswegen jetzt die Liefermenge reduziert.

Leere Stühle stehen im Impfzentrum Löbau: In Sachsen wollen sich immer weniger Menschen gegen Corona impfen lassen.
Leere Stühle stehen im Impfzentrum Löbau: In Sachsen wollen sich immer weniger Menschen gegen Corona impfen lassen. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Sachsen hat wegen der geringer werdenden Nachfrage Zehntausende Corona-Impfdosen abbestellt. Am Dienstag sei die Bestellung von 58.500 Biontech-Impfdosen, die nächste Woche geliefert werden sollten, storniert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Für die darauffolgende Woche sei keine Bestellung dieses Impfstoffes geplant. Auch die für nächste Woche vorgesehenen 79.200 Dosen des Impfstoffes von Moderna wurden abbestellt. Die Lager seien derzeit noch gut gefüllt, die Nachfrage eher verhalten, hieß es.

Bereits für diese Woche hat das Ministerium die Lieferungen gestoppt. Für Sachsen waren 58.500 Dosen Biontech und 78.000 Dosen Moderna geplant. Mitte Juli hat der Freistaat noch 6.000 Dosen Moderna erhalten, danach wurden alle Lieferungen storniert. Im Juli sollten eigentlich pro Woche 64.800 Dosen geliefert werden. Schon am 7. Juli hatte das Gesundheitsministerium alle Lieferungen von Astrazeneca storniert, teilte das Ministerium mit.

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Ab Mitte August ändern sich dann die Liefermodalitäten. Darauf hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern Mitte Juli geeinigt. Ab 16. August erhalten die Länder die Mengen an Impfstoff, die dem Bund in der Vorwoche gemeldet wurden. Bislang wird der Impfstoff gemäß Bevölkerungsanteil an die Länder geliefert.

Bisher keine Rückgabe an den Bund

Der Impfstoff in den Lagern verfällt aber nicht. Sachsen hat bisher auch noch keine ungenutzten Impfdosen an den Bund zurückgegeben. Das Bundesgesundheitsministerium hatte den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Hauptsächlich geht es um die Covid-19-Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Hamburg und Berlin haben schon Zehntausende Impfdosen zurückgegeben, Niedersachsen hält Impfstoffretouren an den Bund für wahrscheinlich. Sachsen prüft das Angebot des Bundes, teilt das Ministerium mit.

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