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Sächsische Schweiz: Was am Wochenende geht

Raus an die frische Luft, ab in die Natur. Aber auch sonst ist schon wieder einiges mehr möglich. Was es zu beachten gibt.

Wunderschöne Ausblicke kann man derzeit in der Sächsischen Schweiz genießen wie hier in Rosenthal-Bielatal.
Wunderschöne Ausblicke kann man derzeit in der Sächsischen Schweiz genießen wie hier in Rosenthal-Bielatal. © Marko Förster

Das hoffentlich letzte Wochenende mit noch immer zahlreichen Einschränkungen steht bevor. Trotzdem geht auch in der Sächsischen Schweiz immer mehr. Deshalb dürfte wohl die Zeit der "Stubenhockerei" endlich vorbei sein. Hier ein paar Tipps.

Wandern: Gesperrte Wege und Brutzeit beachten

Spaziergänge und Wanderungen bekommen in diesen Zeiten eine ganz neue Bedeutung. Einfach mal raus aus dem Haus. Und das haben vor allem am letzten Pfingstwochenende ganz viele getan. Abhängig vom Wetter dürften an diesem Wochenende klassische Wanderziele in der Sächsischen Schweiz wieder mit einem Besucheransturm zu kämpfen haben.

Gesundheit und Wellness
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Beachtet werden sollte, dass weiterhin in der Nationalparkregion und den angrenzenden Gebieten Wanderwege und Bergpfade gesperrt sind. Laut Auskunft der Nationalparkverwaltung sind es aktuell 35 von 400 Kilometern Wanderwege. Deshalb sollte man sich vor Wander- beziehungsweise Fahrtantritt auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung informieren. Dort sind tagesaktuell alle Sperrungen aufgelistet.

Beachtet werden sollte auch, dass sich die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ungestört vom Menschen entwickeln können. Das ist gerade jetzt in der Brut- und Aufzuchtzeit wichtig. Um dies zu garantieren, sind einige Verhaltensregeln für Besucher notwendig, an die sich aber leider nicht alle halten. Aus der Nationalparkverwaltung heißt es dazu: Zum Schutz der Natur ist es unter anderem erforderlich, dass Besucher die Wege in der Kernzone nicht verlassen. Nicht wenige Wanderer versuchen aber auch, illegal in der Felsenlandschaft zu übernachten. Das stört nicht nur Wildtiere in der Brut- und Aufzuchtzeit, sondern birgt auch ein großes Brandrisiko. Offenes Feuer jeglicher Art – auch das Rauchen oder der Campingkocher – sind aus gutem Grund im Wald verboten, um Brände zu verhindern. Insbesondere in der gegenwärtigen Situation mit viel totem und trockenem Holz könnte ein Feuer verheerende Auswirkungen haben.

Zeitiges kommen sichert einen Parkplatz - meistens, wie hier in Rosenthal-Bielatal, zwischen Schweizermühle und Ottomühle.
Zeitiges kommen sichert einen Parkplatz - meistens, wie hier in Rosenthal-Bielatal, zwischen Schweizermühle und Ottomühle. © Marko Förster

Parken: Nur auf gekennzeichneten Flächen

Nationalparkverwaltung und Landratsamt weisen darauf hin, dass nur gekennzeichnete Parkplätze genutzt werden dürfen. Darüber hinaus sollten keine Rettungswege und Zufahrten verstellt und auch der Kirnitzschtalbahn freie Fahrt gewährt werden. In einer Gemeinschaftsaktion mit dem Verein Landschaf(f)t Zukunft wurde eine Parkplatzübersicht erarbeitet. Diese ist auf der Internetseite zu finden. Besucher der Sächsischen Schweiz bekommen darin erstmals einen Überblick, wo geparkt werden kann. Die Übersicht hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass man aufgrund ihrer Beschilderung auch noch den einen oder anderen Geheimtipp für eine Wanderung ablesen kann.

Auch am Pfingstwochenende waren Falschparker laut Nationalparkverwaltung wieder ein bereits bekanntes Problem. Deshalb ist auch künftig mit verstärkten Kontrollen zu rechnen. Die Quittung vom Ausflug ins Grüne könnte dann ein Knöllchen sein.

Eine Alternative ist natürlich eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. Besucher können zum Beispiel das Wanderbus-System der Nationalparkregion nutzen.

In einer Gemeinschaftsaktion hat der Verein Landschaf(f)t Zukunft e.V. eine Übersicht über Parkmöglichkeiten in der Sächsischen Schweiz erarbeitet. Über einen QR-Code gelangt man zur Übersicht.
In einer Gemeinschaftsaktion hat der Verein Landschaf(f)t Zukunft e.V. eine Übersicht über Parkmöglichkeiten in der Sächsischen Schweiz erarbeitet. Über einen QR-Code gelangt man zur Übersicht. © Landschaf(f)t Zukunft e.v.

Essen und Trinken: Noch bleibt es beim Imbiss

Die Aussicht, ein gepflegtes Bier und leckeres Essen wieder am Tisch vor den Restaurants einnehmen zu können, steigt. Bleibt der Inzidenzwert auf diesem Niveau könnten rein theoretisch ab Mitte nächster Woche wieder die Außengastronomie öffnen. Ein Großteil der Gaststätten an den Ausflugszielen wartet aber mit einem Imbissangebot oder eben auch Außer-Haus-Verkauf. Wer seine Wanderroute kennt, sollte sich vorher über die Möglichkeiten informieren. Etwas Rucksackverpflegung schadet ebenfalls nicht.

Gute Aussichten für die Außengastronomie. Am Wochenende bleibt es aber noch beim Imbiss.
Gute Aussichten für die Außengastronomie. Am Wochenende bleibt es aber noch beim Imbiss. © Jan Woitas/dpa

Kunst und Kultur genießen: Parks sind wieder geöffnet

Parks und Gärten haben bereits seit geraumer Zeit wieder für den Besucherverkehr geöffnet, so zum Beispiel der Barockgarten Großsedlitz wie auch der Zuschendorfer Schlosspark. Eine Anmeldung ist hier nicht notwendig.

Die Festung Königstein ist noch geschlossen. Hier sind aber Rundgänge virtueller Art bequem von zu Hause aus möglich. Auch die Burg Stolpen kann noch nicht besucht werden.

Als einer der ersten Freizeitparks in Sachsen hat das Elbefreizeitland in Königstein wieder geöffnet - zumindest teilweise. Die Spielplatzgeräte können genutzt werden, ebenso ist die Klettersportanlage für den Individualsport geöffnet. Bei einem Besuch gelten strenge Hygieneregeln und unter anderem eine Testpflicht für alle Gäste ab sieben Jahre. Das Elbefreizeitland hat vorerst jeweils sonnabends und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, zusätzlich auch am Kindertag am 1. Juni. Vor Ort gibt es ein Corona-Testzentrum, das am Wochenende je von 9 bis 11 Uhr in Betrieb ist.

Noch geschlossen haben Bäder und Museen. Für diese könnte es ab der kommenden Woche die Chance auf eine Öffnung geben.

Der Barockgarten Großsedlitz: Ein Besuch lohnt sich.
Der Barockgarten Großsedlitz: Ein Besuch lohnt sich. © Marko Förster

Tschechien: Auch hier gesperrte Wege

Wer einen Tagesausflug etwa in die Böhmische Schweiz plant, sollte sich auch hier vor Fahrtantritt über die genauen Gegebenheiten informieren. Denn auch in der Böhmischen Schweiz sorgen umgestürzte Bäume für reichlich gesperrte Wege. Der Nationalpark warnt hier vor dem Betreten dieser Gebiete. Eine Übersicht der gesperrten Wege gibt es auf der Internetseite.

Zu beachten ist auch hier, dass einige Wander- oder Bergpfade zusätzlich gesperrt sind, um brütende Tiere wie Wanderfalken, Schwarzstörche oder Groß-Eulen zu schützen.

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Die Außengastronomie hat hier bereits wieder geöffnet. Ein aktueller negativer Corona-Test ist notwendig. Der wird zwar nicht in allen Gaststätten kontrolliert. Einige Wirte tun es aber. Dazu kommen die Kontrollen von Polizei und Mitarbeitern von Gesundheitsämtern in den Lokalen. Daran denken, dass der kleine Grenzverkehr von tschechischer Seite auf zwölf Stunden begrenzt ist.

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