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Pirna

Corona: Schlossverein hofft auf den Sommer

Die Struppener mussten letztes Jahr etliche Veranstaltungen abblasen. Dieses Jahr soll es anders werden. Deshalb wird vorgeplant.

Theater mit dem Dresdner Spielbrett, das soll es im Sommer wieder am Schloss Struppen geben.
Theater mit dem Dresdner Spielbrett, das soll es im Sommer wieder am Schloss Struppen geben. © Archivfoto: kairospress

Kein Tag des offenen Denkmals, kein Theater, kein Konzert, keine Olympiade zum Kindertag: Der Schlossverein in Struppen hat im vergangenen Jahr nur einen Bruchteil seiner geplanten Veranstaltungen über die Bühne bringen können. Coronabedingt kam - wie anderswo auch - ein Großteil der Kultur vollständig zum Erliegen.

Auch dieses Jahr, so befürchtet der Verein, wird es bei Veranstaltungen erneut starke Einschränkungen geben. Dennoch: "Wir bereiten die ersten Termine bereits vor", sagt Jürgen Söcknick vom Schlossverein.

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Kunststudenten malen Pleinair

Im Mai soll es unter anderem ein "Pleinair" (Freilichtmalerei) in der Sächsischen Schweiz geben. Für diese Maltage haben sich die Struppener mit der Roland-Gräfe-Stiftung aus Radebeul zusammen getan. Regionale Künstler und Studenten der Hochschule für Bildende Künste in Dresden werden dafür an mehreren Tagen im Mai in der Nationalparkregion unterwegs sein - und malen. Die entstandenen Arbeiten sollen dann vom 22. Mai bis 20. Juni im Schloss Struppen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Auch an den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen, die traditionell im Herbst stattfinden, will sich der Struppener Schlossverein beteiligen. In welcher Form, das werde derzeit noch abgestimmt, wie Jürgen Söcknick sagt. Man wolle aber eine gemeinsame Aktion vorbereiten.

Feststeht indes schon ein Termin mit dem Spielbrett Dresden. Die Theatergruppe will am 27. Juli mit ihrer Planwagentour auch am Schloss Station machen. Die Amateurtheatergruppe hat dabei Shakespeares Kaufmann im Gepäck - eine Dramödie mit Herz.

Vereinsleben leidet

Die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, haben aber nicht nur Einfluss auf den Veranstaltungskalender. "Auch unser Vereinsleben ist seit nunmehr einem Jahr schwer zu organisieren", sagt Vereinsvorsitzender Dirk Ihlenfeldt. Viele Treffen mussten ausfallen, es fehle am kreativen Ideentausch und vor allem am geselligen Miteinander, am zwischenmenschlichen Kontakt.

"Man hat einfach keine Planungsgrundlage mehr", ergänzt er. Normalerweise bringt der Schlossverein Anfang des Jahres einen Flyer mit allen geplanten Veranstaltungen heraus. Letztes Jahr war die Übersicht druckfrisch fertig - dann kam Corona. Dieses Jahr habe man auf den Druck verzichtet. "Denn keiner weiß, wie es im Sommer weitergeht, was erlaubt ist und was nicht", sagt Ihlenfeldt. Die Unsicherheit mache es dem Verein schwer. Denn man könne immer nur reagieren, nicht agieren.

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