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Corona: Schon 213 Tote im Kreis Görlitz

Und die Inzidenz liegt rekordverdächtig hoch: bei 600. Die Polizei kontrolliert die Corona-Auflagen verstärkt und deckt ein illegales Eishockey-Training auf.

Symbolbild
Symbolbild © Frank Molter/dpa (Symbolbild)

Die Corona-Pandemie schreitet an der Neiße ungebremst voran.

So gibt der Landkreis Görlitz am Donnerstagnachmittag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus Verstorbenen mit 213 an, 14 Todesfälle kamen neu hinzu, zum Teil geschahen sie bereits im November und wurden jetzt erst gemeldet.

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Bei den insgesamt 14 Todesfällen handelt es sich um einen 86-jährigen Mann aus Bernstadt, vier Frauen im Alter von 73, 86, 89 und 95 Jahren aus Görlitz, einen 76-jährigen Mann aus Görlitz, einen 81-jährigen Mann aus Kottmar, zwei 85-jährige Männer aus Löbau, einen 90-jährigen Mann aus Neißeaue, zwei Frauen im Alter von 85 und 90 Jahren aus Niesky sowie einen 59-jährigen Mann aus Niesky und einen 85-jährigen Mann aus Reichenbach.

Viele neue Fälle auch in Schulen

Auch die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 346 sehr hoch. Am Donnerstag vor einer Woche waren dem Gesundheitsamt 195 neue Fälle gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz lag damals bei 450, an diesem Donnerstag nach Angaben des Kreises bei 600. Bund, Land und Kreis haben sich das Ziel gesetzt, mit den Corona-Auflagen die Inzidenz unter 50 Fälle innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohnern zu drücken.

Unter den Neuinfizierten waren 24 Kinder am Donnerstag. Bislang hatte der Kreis Schulen nicht als Hotspot der Pandemie eingeschätzt. Doch schon am Dienstag rückte der Görlitzer Landrat Bernd Lange von dieser Position ab, zunehmend würden auch Schulen und Kitas eine Rolle spielen. Schulschließungen in Görlitz und Weißwasser scheinen das auch zu beweisen.

Mit 260 Menschen werden derzeit so viele Covid-19-Patienten stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt wie noch nie seit März, 31 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Polizei deckt illegales Eishockey-Training auf

Die Landespolizei intensiviert unterdessen ihre Kontrollen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Innerhalb von 24 Stunden wurden bis Donnerstagfrüh bei mehreren Einsätzen, 73 Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung festgestellt. Die Personen müssen jetzt mit Anzeigen und einem Bußgeld rechnen. Auch zwei Platzverweise wurden ausgesprochen.

Im Landkreis Görlitz waren die Beamten auf der Berliner Straße im Einsatz sowie in Jonsdorf, wo zwölf Kinder aus Tschechien mit ihren Betreuern in der Jonsdorfer Eisarena Eishockey spielten. Das ist aber gegenwärtig nur Profis erlaubt. Da die Verantwortlichen keine Ausnahmegenehmigung vorzeigen konnten, wurde das Training abgebrochen. Ein solches Schreiben soll nun nachgereicht werden. Die Beamten haben drei Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet.

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