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Corona: Das sind die neuen Regeln an Sachsens Schulen

Sachsens Regierung will die Schulen mit allen Mitteln offen halten. Deshalb gelten auch dort teilweise neue Regeln.

Alle Schüler ab der 7. Klasse müssen in Hochinzidenzgebieten ab sofort im Unterricht Maske tragen.
Alle Schüler ab der 7. Klasse müssen in Hochinzidenzgebieten ab sofort im Unterricht Maske tragen. © Matthias Balk/dpa (Symbilbild)

Die Priorität ist klar: Schulen und Kindergärten bleiben offen, die Schulbesuchspflicht wird nicht ausgesetzt. Trotzdem muss der Freistaat angesichts steigender Corona-Zahlen handeln – besonders in Hotspots wird der Schulbetrieb angepasst.

Wie viele Schulen sind von Corona-Infektionen betroffen?

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In der vergangenen Woche gab es nach Angaben des Kultusministeriums an 550 der 1.374 öffentlichen Schulen Corona-Fälle. 234 Lehrerinnen und Lehrer waren betroffen, dazu kommen 464 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wurden mehr als 3.920 Jungen und Mädchen in Quarantäne geschickt. Sieben Grundschulen und ein Gymnasium mussten vorübergehend wegen Corona geschlossen werden.

Wie soll der Unterricht bis zum Ende des Jahres ablaufen?

Sachsen verschärft die Corona-Regeln in besonders betroffenen Regionen. In den Landkreisen und Städten, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt, wird der Betrieb an Grund- und Förderschulen eingeschränkt. An Oberschulen, Gymnasien und Berufsschulen ist der Unterricht in geteilten Klassen möglich, die abwechselnd in der Schule und zu Hause lernen. Schüler ab der Klasse 7 müssen auch im Unterricht eine Maske tragen. Am Montag lagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts nur der Landkreis Leipzig, Nordsachsen und die Städte Dresden und Leipzig darunter.

Wie werden die Grundschüler unterrichtet?

Grund- und Förderschüler werden in festen Klassen unterrichtet. Der Unterricht wird in allen Fächern und so weit wie möglich vom Klassenlehrer gegeben. Daz Ziel: möglichst wenig Wechsel der Lehrkräfte und Räume. Das Prinzip der festen Gruppen soll auch im Hort übernommen werden. Ganztagsangebote dürfen nur von Lehrern oder Horterziehern durchgeführt werden. Gemeinschaftsräume, Wasch- und Garderobenräume, der Essbereich sowie das Außengelände sind nur zeitversetzt nutzbar, damit sich die Gruppen nicht begegnen.

Gibt es an allen Schulen einen Wechsel zwischen Präsenz und Heimunterricht?

Nein. Weiterführende Schulen dürfen nur in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht gehen. Grundsätzlich ausgenommen sind die Abschlussklassen. Je nach Lage vor Ort wird zusammen mit den Schulleitungen im Einzelfall entschieden, kündigte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) an. Auch in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen gebe es Schulen, die wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind. Der Unterricht an diesen Schulen kann „im Regelbetrieb weiterlaufen, solange es möglich ist“. Der Landesschülerrat befürwortete die Möglichkeit der Schulen, Wechselunterricht einzuführen. Die Entscheidung sollte aber in Absprache mit den Vertretern der Schülerinnen und Schüler vor Ort getroffen werden, so Landesschülersprecherin Joanna Kesicka.

Wann beginnen die Weihnachtsferien?

Die Weihnachtsferien werden vorgezogen. Sie beginnen am 21. Dezember 2020. Das heißt, der letzte Schultag ist der 18. Dezember 2020.

Werden die Kinder in den Tagen vor Weihnachten betreut?

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Grundsätzlich muss keine Hortbetreuung in den Ferien angeboten werden. Die jeweilige Träger entscheiden selbst, ob es eine Betreuung gibt; das ist meist vertraglich geregelt. Allerdings wird der Betrieb in Kitas und Horten in den Landkreisen und Städten mit einer Wocheninzidenz über 200 ebenfalls eingeschränkt. Das bedeutet, dass die Betreuungsgruppen und Erzieherinnen und Erzieher strikt getrennt werden – in den Gebäuden und im Außengelände. In manchen Einrichtungen müssen dadurch die Öffnungszeiten gekürzt werden, weil Personal oder Räume fehlen.

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