merken
PLUS Meißen

Vier neue Corona-Fälle im Landkreis Meißen

Damit gibt es jetzt insgesamt 286 positiv getestete Personen. Ein Impfstoff aus Deutschland wird erst für Mitte 2021 erwartet.

Aufregung am 1. September beim Biotech-Unternehmen Curevac in Tübingen: Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk (r.) besuchte den Corona-Impfstoff-Hersteller. Jetzt steigen die Fallzahlen auch im Landkreis Meißen deutlich.
Aufregung am 1. September beim Biotech-Unternehmen Curevac in Tübingen: Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk (r.) besuchte den Corona-Impfstoff-Hersteller. Jetzt steigen die Fallzahlen auch im Landkreis Meißen deutlich. © Sebastian Gollnow/dpa

Meißen. Das Corona-Virus nimmt Fahrt auf. Im Landkreis Meißen haben sich weitere vier Personen infiziert, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Das ist die höchste Infektionszahl seit vielen Wochen. Insgesamt gibt es  jetzt 286 positiv getestete Personen, von denen sich 13 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Hinzu kommen  42 Kontaktpersonen von positiven Fällen.  Aktuell ist eine Person zur stationären Behandlung im Krankenhaus. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 

Zwei Kurven mit Drang nach oben. 
Zwei Kurven mit Drang nach oben.  © Gesundheitsamt Meißen
Ein recht starker Anstieg.
Ein recht starker Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist fern.
Die rote Linie ist fern. © Gesundheitsamt Meißen

Jetzt schlagen auch die Supercomputer der Universität Osnabrück an. Sie berechnen mit Stand vom 30. September eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit von weiteren Anstiegen der Corona-Fälle im Landkreis Meißen. Am Vortag lag der Wert noch bei 75 Prozent. Das gleiche trifft auch auf die Nachbarlandkreise wie Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu. Mittelsachsen und Nordsachen liegen noch bei 75 Prozent, Dresden nur bei 50 Prozent.

Geld und Recht
Wer den Pfennig nicht ehrt
Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Mit den steigenden Fallzahlen wird der Bedarf nach einem Impfstoff immer größer.  Weltweit verfolgen Experten verschiedenste Ansätze. Das deutsche Biotechunternehmen Curevac forscht auf Basis der sogenannten Messenger-RNA. Der Ansatz von Curevac ist für viele Experten vielversprechend. Erste Studien zum Coronavirus-Impfstoff von Curevac haben bereits stattgefunden. Jetzt soll in Peru und Panama eine Phase-2a-Studie starten. An 690 Menschen sollen in erster Linie Verträglichkeit, Dosierung und Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs überprüft werden. Peru wurde gewählt, weil dort die Fallzahlen höher sind als in Deutschland. Das teilte die Newssite Echo24.de mit.  So habe man den direkten Vergleich der geimpften Probanden zu infizierten Personen, sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller. 

In der  darauffolgenden Phase-2b/3-Studie will Curevac seinen Coronavirus-Impfstoff an bis zu 30.000 Teilnehmern testen. Diese Studie soll noch in diesem Jahr starten. Wo genau, ist noch nicht bekannt. Die Firma aus Tübingen rechnet erst für Mitte 2021 mit einem einsatzbereiten Impfstoff. 

Mehr zum Thema Meißen