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Meißen: Covid-Patienten werden jünger

Insgesamt 54 Landkreis-Bewohner liegen stationär in den Elblandkliniken. Es gibt einen weiteren Corona-Toten. Bundeswehr hilft dem Meißner Gesundheitsamt.

Soldaten der Bundeswehr stehen anlässlich eines Pressetermins in Schutzanzügen vor einem Freitaler Seniorenheim. Auch im Landkreis Meißen helfen Soldaten jetzt dem Gesundheitsamt, den Elblandkliniken und Seniorenheimen.
Soldaten der Bundeswehr stehen anlässlich eines Pressetermins in Schutzanzügen vor einem Freitaler Seniorenheim. Auch im Landkreis Meißen helfen Soldaten jetzt dem Gesundheitsamt, den Elblandkliniken und Seniorenheimen. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Meißen. Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Meißen steigen unaufhörlich weiter.  Gegenüber dem Vortag  sind am Dienstag 58 neu infizierte Personen hinzugekommen. Das teilte das Landratsamt mit. Damit gibt es insgesamt 994 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen. 469 davon befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Hinzu kommen  die 646 Kontaktpersonen von positiven Fällen.

Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen ist weiter gestiegen und liegt heute bei 151,1. Am Vortag lag er bei 135,4.

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Wir gegen Corona!
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Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 54 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Acht von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Da eine weitere Person verstorben ist, steigt die Zahl insgesamt verstorbener Personen jetzt auf 27.

Es geht weiter aufwärts.
Es geht weiter aufwärts. © Gesundheitsamt Meißen
Schön steile Kurven.
Schön steile Kurven. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Mehr Frauen betroffen.
Mehr Frauen betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Der Landkreis Meißen zieht beim Inzidenzwert am Sachsen-Durchschnitt vorbei.
Der Landkreis Meißen zieht beim Inzidenzwert am Sachsen-Durchschnitt vorbei. © Gesundheitsamt Meißen

An der  Sitzung des Krisenstabes Infektionsschutz im Landratsamt Meißen nahm am Dienstag erstmals Major Kristina Schulz als Vertreterin des Verbindungskommandos der Bundeswehr teil. Gegenwärtig sind zehn Soldaten im Gesundheitsamt eingesetzt, acht weitere unterstützen das Elblandklinikum Meißen  bei der Probenentnahme. Für kommenden Montag sind weitere sechs Soldaten angefordert, die in mobilen Teams ebenfalls die Probenentnahme unterstützen sollen. Ab Mittwoch werden zudem vier Soldaten im Pflegeheim in Nossen helfen.

Unterstützung erhält das Landratsamt Meißen weiterhin von elf Bediensteten der Landesdirektion Sachsen, von zwei Bediensteten des Bundesverwaltungsamtes und insgesamt neun Freiwilligen des THW. Bis kommenden Montag werden zehn Studierende der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen zur weiteren Unterstützung erwartet. Die personelle Situation hat sich damit entspannt, zumal weitere Hilfsangebote vorliegen. Entsprechende Schulungen für das neue Personal bereitet das  Gesundheitsamt vor. 

Wird das medizinische Fachpersonal knapp?

Die amtierende Landrätin Janet Putz: „Wir müssen nun zunächst die Wirkungszeit der getroffenen Maßnahmen, also mindestens zehn Tage abwarten. Sorge bereitet mir derzeit, ob wir auch weiterhin ausreichend medizinisches Fachpersonal haben werden.“

Der Vorstand der Elblandkliniken Frank Ohi hofft, dass die Zahl stationärer Patienten nicht weiter steigt. „Gegenwärtig beobachten wir eine Seitwärts-Entwicklung auf dem Niveau von etwa 50 Covid-19-Patienten. Dabei zeigt sich, dass die Zahl jüngerer Patienten, die stationär behandelt werden, steigt.“

Auch die Pflegeeinrichtungen waren erneut Thema im Krisenstab. Janet Putz und der Leiter des Rettungsdienstes Oliver Hensel appellierten, in diesen Einrichtungen ganz besonders auf Hygiene, Schutzmaßnahmen und soweit möglich Abstände zu achten, um die älteren und zumeist vorerkrankten Bewohner zu schützen.

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Am Dienstag kommender Woche tritt der Krisenstab Infektionsschutz des Landkreises Meißen wieder zusammen. Das Landratsamt arbeitet wie gewohnt weiter. Die Mitarbeiter sind gegenwärtig jedoch vorzugsweise per Telefon, E-Mail und Post zu erreichen. 

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