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Meißen: Erstmals über 1.000 Corona-Fälle

Das Landratsamt Meißen meldet zudem einen weiteren Todesfall. Martins- und Lampionumzüge sind dieses Jahr nicht erlaubt.

Corona-Patienten auf einer Intensivstation. Auch im Landkreis Meißen steigt die Anzahl der stationär behandelten Covid-Patienten. Zur Zeit sind es 58 Landkreis-Bewohner, am Vortag waren es 54.
Corona-Patienten auf einer Intensivstation. Auch im Landkreis Meißen steigt die Anzahl der stationär behandelten Covid-Patienten. Zur Zeit sind es 58 Landkreis-Bewohner, am Vortag waren es 54. © Cecilia Fabiano/LaPresse/AP/dpa

Meißen. Es geht weiter zügig aufwärts. Zum ersten Mal ist die Marke von 1.000 Gesamt-Infizierten durchbrochen worden. Das teilte das Landratsamt Meißen am Mittwoch mit. Exakt sind es  1.062 Personen, die bislang positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Davon befinden sich gegenwärtig 499 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Vortag sind 68 neu infizierte Personen hinzugekommen. Zudem befinden sich  713 Kontaktpersonen von positiven Fällen ebenfalls in behördlich angeordneter Quarantäne. Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 169,8 (Vortag: 151,1).

Unabhängig vom Status der Quarantäne werden aktuell 58 Einwohner des Landkreises Meißen stationär behandelt. Neun von ihnen liegen auf der Intensivstation. 28 Personen sind insgesamt verstorben. Das ist ein Todesfall mehr als am Vortag.

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Martins- und Lampionumzüge können in diesem November nicht veranstaltet werden. Das regelt aus Sicht des Landratsamtes Meißen die aktuell geltende Sächsische Corona-Schutz-Verordnung. Danach dürfen sich im öffentlichen Raum nur maximal zehn Personen aus zwei Hausständen gemeinsam aufhalten. Eine gesonderte Allgemeinverfügung des Landkreises Meißen wird es nicht geben.

Der Kurs ist steil aufwärts.
Der Kurs ist steil aufwärts. © Gesundheitsamt Meißen
Die Linien wollen nach oben.
Die Linien wollen nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Mehr Frauen betroffen.
Mehr Frauen betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Meißen jetzt deutlich vor Sachsen.
Meißen jetzt deutlich vor Sachsen. © Gesundheitsamt Meißen

Der FDP-Kreisverband Meißen fordert die Städte und Gemeinden des Landkreises auf, das Gesundheitsamt personell zu unterstützen. Dazu Vorstandsmitglied Johannes Schmidt-Ramos: „Die Gesundheitsämter sind vielerorts mit ihrer Arbeit längst an der Kapazitätsgrenze angekommen."  Die freiwilligen  Mitarbeiter könnten das Team im Gesundheitsamt beispielsweise bei der Kontaktverfolgung sowie anderen Tätigkeiten unterstützen, um die Fachexperten zu entlasten.

Größtes Corona-Risiko beim Bezahlvorgang

Trotz Lockdown light  bleiben Lebensmittelgeschäfte und Drogeriemärkte geöffnet.  Jedoch könnten häufige Kundenkontakte das Infektionsrisiko für die Beschäftigten erhöhen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin  hat jetzt eine Risikoschätzung zur Corona-Infektion bei Beschäftigten im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren veröffentlicht. Darin kommen die Fachleute zu dem Schluss, dass es aufgrund der Kurzzeitkontakte selbst bei Covid-Ausbrüchen nicht zwangsläufig zu Hochrisikokontakten von 15 Minuten Dauer kommt. Das größte Risiko, so schätzen es die Fachleute ein, entsteht beim Bezahlvorgang.

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Der Fußball-Drittligist sagt nur eine Einheit ab. Das Gesundheitsamt schickt die beiden Betroffenen in Quarantäne. Weitere Tests entscheiden, ob am Samstag gespielt wird.

Umso wichtiger ist es, die verfügbaren Schutzmaßnahmen in den Geschäften umzusetzen, so die Experten. Dazu gehören vor allem Abstandsregelungen, Mund-Nase-Bedeckungen bei Kunden und Beschäftigten, verbesserte Luft- und Oberflächenhygiene, Beschränkungen der Anzahl an Kunden im Geschäft und Schutzschilde im Kassenbereich. 

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