merken
PLUS Meißen

Über 1.100 Corona-Fälle im Landkreis Meißen

Der Meißner Inzidenzwert ist jetzt höher als im Sachsen-Durchschnitt. Neue Studie: Kleine Kita-Kinder sind wenig anfällig für Corona.

Mit Maske radeln ist nicht die schlechteste Idee. In bestimmten Gebieten ist das sogar vorgeschrieben. Die Anzahl der Corona-Fälle steigt am Donnerstag im Landkreis Meißen um 54.
Mit Maske radeln ist nicht die schlechteste Idee. In bestimmten Gebieten ist das sogar vorgeschrieben. Die Anzahl der Corona-Fälle steigt am Donnerstag im Landkreis Meißen um 54. © Sebastian Gollnow / dpa

Meißen. Der Anstieg der Corona-Fälle nimmt immer mehr Fahrt auf. Im Landkreis Meißen sind bislang 1.116 Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. 524 Personen von ihnen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Das sind 54 neu infizierte Personen  gegenüber dem Vortag. 

Es sind 773 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne zu verzeichnen. Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 174,8 (Vortag: 169,8). Damit ist er weitaus höher als der Durchschnitt in Sachsen.

Anzeige
Dresdner Christstollen genießen
Dresdner Christstollen genießen

Kommen Sie in Weihnachtsstimmung mit hauseigenen Spezialitäten der Fürstenbäckerei Matzker!

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 63 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Das sind fünf mehr als am Vortag. Neun von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 28 Personen sind insgesamt verstorben. Die Anzahl ist zum Mittwoch gleich geblieben. 

Es geht weiter nach oben.
Es geht weiter nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Die blaue Kurve holt auf.
Die blaue Kurve holt auf. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Mehr Frauen betroffen.
Mehr Frauen betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Der Landkreis Meißen vor Sachsen. 
Der Landkreis Meißen vor Sachsen.  © Gesundheitsamt Meißen

Bei kleinen Kita-Kindern besteht nach einer Studie der Universität Frankfurt wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko. Bei der "Safe-Kids-Studie" waren über einen Zeitraum von zwölf Wochen 825 Kinder sowie 372 Mitarbeiterinnen in 50 Kitas  getestet worden, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Dabei seien nur zwei Probanden positiv getestet worden - in beiden Fällen Erzieherinnen. 

Im Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 10. September) sei die Rate an Neuinfektionen landesweit allerdings niedrig gewesen, hieß es. Daher seien die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf ein Umfeld mit hoher Inzidenz übertragbar.

Weiterführende Artikel

Der bizarre Masken-Streit von Glaubitz

Der bizarre Masken-Streit von Glaubitz

Zwei Frauen ohne Mundschutz werden in einem Einkaufsmarkt von einem Verkäufer körperlich angegriffen. Die Polizei ermittelt.

So werden die Corona-Regeln kontrolliert

So werden die Corona-Regeln kontrolliert

Schließung, Maskenpflicht – im Kreis gelten verschärfte Maßnahmen. Doch was passiert dem, der die Regeln missachtet?

"In den zwölf Wochen Beobachtungszeitraum hat sich wohl keines der mehr als 800 untersuchten Kinder infiziert", sagte Studienleiterin Sandra Ciesek. "Die Wahrscheinlichkeit scheint also extrem gering zu sein, dass sich Kinder anstecken." Überraschend sei dieser Befund insofern, als die meisten Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder Grippe sich sehr schnell in Kitas und Schulen verbreiteten, erklärte die Studienleiterin." Ausgerechnet bei Sars-CoV-2 scheint das aber nicht so zu sein." (mit dpa)

Mehr zum Thema Meißen