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Starker Anstieg der Corona-Fälle im Landkreis Meißen

Neun weitere Infizierte meldet das Landratsamt am Mittwoch. Zudem mussten drei Patienten ins Krankenhaus. Der Inzidenzwert läuft sogar noch höher.

Anmeldung der Notaufnahme in der Elblandklinik Meißen: Kommen jetzt wieder mehr Corona-Patienten stationär ins Krankenhaus?
Anmeldung der Notaufnahme in der Elblandklinik Meißen: Kommen jetzt wieder mehr Corona-Patienten stationär ins Krankenhaus? © Claudia Hübschmann

Meißen. So viele neue Corona-Fälle gab es im Landkreis Meißen zuletzt am 1. April. Neun weitere Fälle meldet das Landratsamt am Mittwoch. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bisher Infizierten auf 306. Davon befinden sich 27 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Dazu kommen noch 45 Kontaktpersonen von positiven Fällen. 

Offenbar nimmt auch die Schwere der Erkrankungen zu. Drei weitere positiv getestete Personen aus dem Landkreis mussten ins Krankenhaus. Somit erhöht sich die Zahl der stationär Behandelten auf vier. Der Inzidenzwert (Zahl der Neuerkrankungen) für den Landkreis Meißen liegt am Mittwoch bei 8,3 (Dienstag: 6,2). Das ist ein neuer Rekordwert nach dem Frühjahr. Der bisherige Höchstwert war allerdings am 5.  April mit 21,5.  Steigt dieser Wert weiter auf 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, müssen die Behörden verschärfende Maßnahmen ergreifen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

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Die Universität Osnabrück prognostiziert für den Landkreis Meißen eine Wahrscheinlichkeit von größer 75 Prozent für einen weiteren Anstieg der Infektionen mit Sicht auf mehrere Wochen (Stand 6. Oktober).

So einen großen Tagesanstieg gab es lange nicht.
So einen großen Tagesanstieg gab es lange nicht. © Gesundheitsamt Meißen
Zwei Kurven mit Drang nach oben. 
Zwei Kurven mit Drang nach oben.  © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Auch der Inzidenzwert steigt jetzt kräftig.
Auch der Inzidenzwert steigt jetzt kräftig. © Gesundheitsamt Meißen

Forscher wollen in einer  Studie untersuchen, welche Rolle Kinder bei der Ausbreitung des Coronavirus spielen. In 138 Grundschulen und Kitas Bayerns werden dafür ab Mitte Oktober bis Januar 2021 mehr als 12.000 Rachenabstriche von Kindern, Erzieherinnen, Lehrerinnen und Betreuern genommen, teilte das Universitätsklinikum Erlangen mit. Getestet werden Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren. Ergebnisse sollen voraussichtlich erst  im Frühjahr 2021 vorliegen.

Laut der Website News4teachrs.de gebe es keine wirklich belastbaren Daten zu der Frage, wie infektiös Klein- und Schulkinder tatsächlich sind. Mehrere Landesregierungen hatten zwar Studien in Auftrag gegeben, u. a. in Dresden und Bautzen, die die Rolle von Schülern am Infektionsgeschehen beleuchten sollten. Allerdings wurden die Daten kurz nach den Schulschließungen erhoben, so dass sie praktisch nichts über das aktuelle Geschehen aussagen. Nach den Studien der Unikliniken Dresden und Leipzig ist die Infektionsrate der Schulkinder sehr gering. Inzwischen gibt es aber Zweifel an der These.

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