merken
PLUS Meißen

Im Landkreis Meißen gibt es einen neuen Corona-Fall

Unternehmen kommen besser aus der Krise als erwartet. Dennoch fehlt vielen der Mut zu grundsätzlichen Änderungen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie.

Eine offengelegte Dampfturbine liegt zur Wartung in einem Siemens-Werk. Laut einer neuen Studie kamen vor allem die Maschinenbauer besser als erwartet aus der Corona-Krise. Ihnen half die Kurzarbeit und eigene Neuorientierung.
Eine offengelegte Dampfturbine liegt zur Wartung in einem Siemens-Werk. Laut einer neuen Studie kamen vor allem die Maschinenbauer besser als erwartet aus der Corona-Krise. Ihnen half die Kurzarbeit und eigene Neuorientierung. © Daniel Karmann/dpa

Meißen. Einen kleinen Anstieg von einem neuen Corona-Fall meldet das Landratsamt Meißen am Dienstag. Damit gibt es im Landkreis Meißen bisher 271 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen. Acht Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind 33 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert worden. Im Krankenhaus muss kein Corona-Patient behandelt werden. 20 Personen sind insgesamt gestorben. 

Zwei flache Kurven mit Drang nach oben. 
Zwei flache Kurven mit Drang nach oben.  © Gesundheitsamt Meißen
Ein kleiner Anstieg.
Ein kleiner Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch weit weg.
Die rote Linie ist noch weit weg. © Gesundheitsamt Meißen

Nach dem Lockdown geht es für die Wirtschaft  inzwischen wieder aufwärts. Doch wie genau?  Welchen Einfluss hat Corona auf die Performance der Produktion? Eine Studie der Grean GmbH, eine Ausgründung der Leibniz Universität Hannover, hat diese Frage untersucht. Dafür sprachen  die  Mitarbeiter im Zeitraum zwischen Mitte Juni und Mitte Juli mit knapp 90 Unternehmen. Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind hier abrufbar.

Autohaus Dresden
Eines der besten Autohäuser in Deutschland
Eines der besten Autohäuser in Deutschland

Dresden braucht starke und innovative Unternehmen, wie das Autohaus Dresden. Der Opelhändler ist seit über 25 Jahren tief mit der Region verwurzelt.

Im Mittelpunkt standen die Fragen nach logistischen Indikatoren wie der Auslastung der Produktion, den Beständen, der Lieferperformance oder der Fertigungstiefe. An der Befragung beteiligt waren hauptsächlich Unternehmen aus den Branchen Metallverarbeitung, Maschinen- und Anlagenbau sowie Kunststoffverarbeitung mit 250 bis 1.000 Mitarbeitern. Viele der befragten Produktionsunternehmen  beschreiben die Corona-Pandemie als „kurzen Schrecken mit schnellem Ende“.  Die wirtschaftliche Gesamtlage empfinden viele als überraschend gut. Instrumente wie Kurzarbeit und eigene Neuplanungen halfen ihnen offenbar in der Krise. So werden Bestände im Lager oft nicht mehr als problematisch und teuer  gesehen, sondern es werden höhere Bestände – und damit Kosten – akzeptiert, um zukünftige Risiken  abzusenken.

Zudem ist auffällig, dass viele Befragte die Digitalisierung der Produktion sowie klassische Effizienzthemen als zentrale Stellhebel sehen, um aus der Krise zu kommen. Dennoch will nur eine Minderheit die Produktionsstrukturen grundsätzlich hinterfragen. „Hier liegt durchaus ein Risiko, denn die Zeit nach Corona wird nicht mehr so wie vor der Krise sein“, sagt Dr. Tobias Heinen, Geschäftsführer von Grean.  Die Studienergebnisse könnten seiner Meinung nach hilfreich für die Zukunft der Produktion sein. 

Mehr zum Thema Meißen