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Hilft Vitamin D gegen Corona?

Forscher sehen Zusammenhänge von Vitaminmangel und Covid-19, wobei das Risiko ab 60 Jahren ansteigt. Im Landkreis Meißen gibt es einen weiteren Corona-Fall.

Wichtig besonders für Ältere: Sonnenlicht. Es stimuliert die Produktion von Vitamin D im Körper. Forscher stellten jetzt Zusammenhänge von Vitamin D und der Schwere einer Corona-Erkrankung her.
Wichtig besonders für Ältere: Sonnenlicht. Es stimuliert die Produktion von Vitamin D im Körper. Forscher stellten jetzt Zusammenhänge von Vitamin D und der Schwere einer Corona-Erkrankung her. © Christin Klose/dpa-tmn

Meißen. Das Virus kommt langsam voran. Nachdem am Wochenende eine weitere infizierte Person hinzugekommen ist, gibt es im Landkreis Meißen jetzt 281 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Zehn Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Dazu kommen weitere 35 Kontaktpersonen von positiven Fällen. Eine Person muss stationär im Krankenhaus wegen Corona behandelt werden. 20 Personen sind insgesamt gestorben. 

Die zwei Kurven wollen höher hinaus.
Die zwei Kurven wollen höher hinaus. © Gesundheitsamt Meißen
Ein weiterer Fall.
Ein weiterer Fall. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch fern.
Die rote Linie ist noch fern. © Gesundheitsamt Meißen

Hilft Vitamin D gegen Corona? Die Universität Hohenheim stellt einen möglichen Zusammenhang zumindest zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Schwere einer Corona-Infektion her, meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Forscherteam hat 30 Studien zu dieser Thematik ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bei Erkrankten mit niedrigen Vitamin-D-Werten deutlich höher liegt als bei Patienten mit normalen Werten. 

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Die Forscher schreiben, verschiedene nicht übertragbare Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen stünden mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln im Zusammenhang. In ihrer Analyse der 30 Studien mit 53.000 Covid-19-Patienten machen die Forscher auch ein fortgeschrittenes Alter für Vitamin-D-Mangel verantwortlich. So zeige sich ab 60 Jahren eine Abnahme von Vitamin D im Körper. Das Risiko für einen “Covid-19-bedingten Tod” steige daher bei diesen Erkrankten.

Zu den Hauptrisikogruppen zählen laut der Studie auch schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren. Zudem auch Personen, die nur mit geringer oder gar keiner Sonneneinstrahlung in Kontakt kommen. 

Andere Wissenschaftler sehen das anders. Gegenüber der Deutschen Welle kritisierte beispielsweise Martin Fassnacht, Leiter der Endokrinologie am Universitätsklinikum Würzburg, die Studie stark. Die Hoffnung auf heilende Kräfte des Vitamins habe sich bis jetzt kaum bestätigt. 

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In Deutschland sind etwa 15 Prozent der Erwachsenen mangelhaft mit Vitamin D versorgt, vor allem ältere Menschen. Für sie können Vitaminpräparate, in Absprache mit dem Arzt, sinnvoll sein. Für alle Altersklassen gilt: nach draußen gehen. Im Sommer genügen schon 15-30 Minuten Sonnenlicht, um den Tagesbedarf an Vitamin D zu decken.

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