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Meißen: Inzidenzwert steigt über 60

Weitere 23 Personen haben sich mit Corona infiziert, 31 sind im Krankenhaus. Neue Forschungen bestätigen, dass Masken tatsächlich vor dem Virus schützen.

Schild vor einem Geschäft. Im Handel ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes Pflicht. Neue Forschungen bestätigen, dass auch normale Alltagsmasken vor dem Virus schützen. Die Corona-Lage im Landkreis Meißen ist weiter angespannt.
Schild vor einem Geschäft. Im Handel ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes Pflicht. Neue Forschungen bestätigen, dass auch normale Alltagsmasken vor dem Virus schützen. Die Corona-Lage im Landkreis Meißen ist weiter angespannt. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Meißen. Jetzt ist sogar die 60er Marke gefallen. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt am Mittwoch bei 63,8. Am Vortag war er noch bei 59,2.  Das teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Damit liegt der Landkreis trotzdem noch weit unter dem Sachsendurchschnitt von rund 85. Im Landkreis Meißen sind bislang 652 Personen positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet worden. Davon befinden sich 218 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Insgesamt 23 Personen sind gegenüber Dienstag  neu hinzugekommen. Zudem müssen 398 Kontaktpersonen von positiven Fällen ebenfalls  in eine behördlich angeordnete Quarantäne.

31 Einwohner des Landkreises Meißen sind aktuell wegen Corona in stationärer Behandlung (Dienstag: 26), fünf von ihnen liegen auf der Intensivstation (Dienstag: sechs). 23 Personen sind bislang insgesamt verstorben.

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Weiter aufwärts.
Weiter aufwärts. © Gesundheitsamt Meißen
Auch weiter aufwärts.
Auch weiter aufwärts. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul bleibt vorn, Meißen und Riesa dahinter.
Radebeul bleibt vorn, Meißen und Riesa dahinter. © Gesundheitsamt Meißen
Offenbar stecken sich mehr Frauen an. 
Offenbar stecken sich mehr Frauen an.  © Gesundheitsamt Meißen
Hohe Werte, aber Meißen ist unter dem Sachsen-Durchschnitt.
Hohe Werte, aber Meißen ist unter dem Sachsen-Durchschnitt. © Gesundheitsamt Meißen

Das Landratsamt weist noch einmal auf seine 3. Allgemeinverfügung zum Vollzug der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung hin, die am Dienstag in Kraft trat. Private Feiern werden auf maximal zehn Personen begrenzt, Veranstaltungen sind noch für 100 Personen zugelassen. Betriebs- und Vereinsfeiern sind untersagt. Gaststätten müssen von 22 Uhr bis 5 Uhr schließen, Alkohol darf in dieser Zeit nirgendwo ausgeschenkt werden. An belebten öffentlichen Orten muss Maske getragen werden.

Studie: Auch Alltagsmasken schützen

Immer wieder wird die Wirksamkeit der Mund-Nasen-Masken angezweifelt. Eine neue Studie der Universität Tokio hat jetzt herausgefunden: zu Unrecht, teilte das Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verhindert beim Gegenüber die Belastung mit dem Coronavirus um 70 Prozent. Das haben die Forscher der Universität Tokio nach eigenen Angaben nachgewiesen. Danach sei sowohl der Schutz Dritter als auch die geringere Übertragung des Sars-CoV-2-Virus durch Atemluft durch die Maske nachgewiesen.

"Unsere Forschungen haben ergeben, dass sowohl Baumwollmasken als auch chirurgische Masken vor der Übertragung des Sars-CoV-2-Virus durch Tröpfcheninfektion oder Aerosole schützen. Die Effizienz des Schutzes war dabei höher, wenn die Maske von einem Virusverteiler getragen wurde“, heißt es in der Studie.

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Allerdings können auch chirurgische Masken eine Virus-Übertragung nicht vollständig verhindern. Eine perfekt angepasste chirurgische Maske schafft eine Effizienz von 79 Prozent bei der Virusabwehr, normale medizinische Masken 47 Prozent und die gewöhnlichen Alltags-Stoffmasken 17 Prozent. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bestätigt in einer eigenen Untersuchung: Alltagsmasken haben eine Filterwirkung. Zwar passierten kleine Aerosole beinahe ungehindert die Maschen der Versuchsmasken, so die Untersuchung. Allerdings hätten sie dennoch einen Schutz-Effekt, denn mögliche infektiöse Partikel blieben durch die Maskenwirkung in Körpernähe.

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