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Meißen: Inzidenz mehr als halbiert

Vor einer Woche war die Inzidenz im Landkreis noch doppelt so hoch. Eine Erfolgsmeldung, wäre da nicht die Delta-Variante. Ein neuer Massentest macht Mut.

Der neue Massentest könnte die Infektionen effektiver überwachen und eindämmen.
Der neue Massentest könnte die Infektionen effektiver überwachen und eindämmen. © Lars Halbauer (Symbolfoto)

Landkreis. Trotz der Lockerungen der letzten Wochen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen weiterhin und liegt nun bei 1,2 (Vorwoche: 2,5). Im Vergleich zum Vortag ist eine positiv getestete Person dazugekommen.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In einer Phase der Pandemie, in der selbst regionale Delta-Ausbrüche die bundesweiten Neuinfektionen maßgeblich nach oben treiben und sich der Anteil selbiger Variante erneut innerhalb von einer Woche verdoppelte, sind Lösungen gefragt, um das Infektionsgeschehen effektiver überwachen und eindämmen zu können. Ein neuer Corona-Massentest, der am Universitätsklinikum Bonn entwickelt wurde, ist etwa 100-mal empfindlicher als die aktuell weit verbreiteten Antigen-Schnelltests und damit fast so gut wie ein PCR-Test.

„Hinzu kommt die hohe Skalierbarkeit des Tests. Durch den Einsatz von Sequenziermaschinen lassen sich Tausende Proben gleichzeitig analysieren“, so Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk von der Uniklinik. Das angewendete LAMP-Seq-Verfahren erkennt dabei nicht nur Corona-Infektionen mit dem Ursprungsvirus, sondern auch solche mit neuartigen Mutanten der Varianten Alpha bis Delta. In mehreren großen Studien mit insgesamt rund 20.000 Testungen haben die Bonner Wissenschaftler die gesamte Logistik von der Probennahme per Rachenabstrich bis hin zur volldigitalen Rückmeldung der Testergebnisse ausführlich getestet und optimiert.

Insgesamt gibt es im Landkreis Meißen 17.264 positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde gegenüber gestern ein Fall korrigiert. Das kann passieren, wenn ein Schnelltest zunächst positiv ausfällt, ein anschließender PCR-Test allerdings ein negatives Ergebnis anzeigt.

Aktuell befinden sich acht Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, sowie neun ihrer Kontaktpersonen. Unabhängig vom Status der Quarantäne werden im Landkreis neun Einwohner stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation. Unverändert zu den Vortagen sind bislang 600 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. (SZ/mgr)

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