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Meißen: Quarantäne für rund 1.000 Landkreisbewohner

Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen bleibt über der 80. Neue Studie: Ein vorhandenes Bauchspeicheldrüsen-Medikament könnte gegen Covid helfen.

Tabletten, Kapseln und Pillen in verschiedenen Farben in einer Apotheke. Noch gibt es kein Medikament gegen Covid-19, aber es gibt Hoffnung. Im Landkreis Meißen kamen am Donnerstag 50 neue Corona-Fälle dazu.
Tabletten, Kapseln und Pillen in verschiedenen Farben in einer Apotheke. Noch gibt es kein Medikament gegen Covid-19, aber es gibt Hoffnung. Im Landkreis Meißen kamen am Donnerstag 50 neue Corona-Fälle dazu. © Friso Gentsch/dpa

Meißen. Von Nullwachstum ist keine Rede mehr. Im Landkreis Meißen gibt es aktuell 12.904 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Personen. 352 befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Vortag sind 50 positiv getestete Personen hinzugekommen. Am Vortag waren es 37 neue Fälle, am Donnerstag voriger Woche allerdings sogar 57.

Für 632 Kontaktpersonen von positiven Fällen gilt ebenfalls eine behördlich angeordnete Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Meißen ermittelt durch das Robert-Koch-Institut beträgt 81,9 (Vortag: 84,8). Das Gesundheitsamt Meißen errechnete eine ähnliche Inzidenz von 80,7.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 72 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Neun von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 537 Personen sind insgesamt verstorben. Das sind drei Todesfälle mehr im Vergleich zum Vortag. Geimpft wurden im Landkreis Meißen bereits 13.566 Personen (Erstimpfung) sowie 4.920 (Zweitimpfung).

© Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten der aktuell 352 aktiven Infizierten wohnen in Meißen (58), Radebeul (47), Großenhain (40), Coswig (34), Radeburg (25), Riesa (24), Moritzburg (13), Klipphausen (11), Lommatzsch (10), Thiendorf (10), Weinböhla (10) und Strehla (9). Die geringsten aktuellen Infektionen sind in der Gemeinde Zeithain (2).

Neu entwickelte Medikamente zur Behandlung von Covid-19 sind noch nicht verfügbar. Doch es gibt jetzt etwas Hoffnung. Der Einsatz bereits vorhandener, zugelassener Medikamente könnte bei der Therapie von Covid-19 helfen. Nach Angaben des Leibniz-Instituts wäre das Bauchspeicheldrüsen-Medikament Camostat interessant.

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Camostat wirkt antiviral. Bisher war jedoch unbekannt, ob Sars-CoV-2 durch Camostat blockiert werden könnte. Außerdem war unklar, ob Stoffwechselprodukte von Camostat das Virus hemmen. Ein internationales Team um Markus Hoffmann und Stefan Pöhlmann vom Leibniz-Institut konnte nun zeigen, dass SARS-CoV-2 durch Camostat gehemmt wird. Zudem konnten die Forscher belegen, dass Camostat die Virusausbreitung im Lungengewebe blockiert und antiviral wirksam ist. Das Medikament könnte auch gegen die ganz normale Influenza erfolgreich eingesetzt werden.

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