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Meißen: Schüler müssen jetzt überall Maske tragen

Das Gesundheitsamt meldet am Freitag den zweithöchsten Anstieg im Landkreis Meißen. Zudem gibt es sieben Corona-Tote. Weitere Verschärfungen treten in Kraft.

Härtere Corona-Schutzmaßnahmen im Landkreis Meißen auch in den Schulen: Schüler ab der 7. Klasse müssen jetzt Maske auch im Unterricht tragen. Inzwischen gab es einen erneuten starken Tagesanstieg neuer Coronafälle im Kreis.
Härtere Corona-Schutzmaßnahmen im Landkreis Meißen auch in den Schulen: Schüler ab der 7. Klasse müssen jetzt Maske auch im Unterricht tragen. Inzwischen gab es einen erneuten starken Tagesanstieg neuer Coronafälle im Kreis. © Andreas Arnold/dpa

Meißen. Das war knapp. Beinahe gab es einen neuen Tagesrekord. Im Landkreis Meißen gibt es insgesamt 3.584 positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestete Personen. Davon befinden sich 1.109 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber Donnerstag sind 182 neu infizierte Personen hinzugekommen, teilte das Landratsamt mit. Das ist der bisher zweithöchste Tagesanstieg in der Pandemie (der höchste war am 27. November: 217). Zudem befinden sich aktuell 1.270 Kontaktpersonen von positiven Fällen in einer behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind gegenwärtig 108 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 19 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 110 Personen sind bislang verstorben. Dies sind sieben Verstorbene mehr als am Vortag.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

© Gesundheitsamt Meißen
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© Gesundheitsamt Meißen
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Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts für den Landkreis beträgt 363,2. Damit hat der Landkreis Meißen am fünften Tag in Folge den Inzidenzwert 200 überschritten (30.11.2020: 213,1, 01.12.2020: 242,8, 02.12.2020: 299,5, 03.12.2020: 359,9). Deshalb treten nach der neuen Corona-Schutzverordnung weitere schärfere Maßnahmen für den Landkreis in Kraft. In den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Schulen der Primarstufe (1. bis 4. Klasse) und Förderschulen findet ab sofort ein eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen in festgelegten Räumen oder Bereichen statt. Im Unterricht der Sekundarstufe I (ab Klassenstufe 7) ist auch von den Schülern eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen. Der eingeschränkte Regelbetrieb und die Pflicht zum Maske-Tragen gelten bis auf Widerruf durch das Landratsamt.

Das Landratsamt Meißen hatte die Kitas sowie die betroffenen Schulen bereits mit einem Schreiben vorab über diese Maßnahmen in formiert.

Im Fall der unterschiedlichen Zählweise bei der Feststellung des täglichen Inzidenzwertes hat das Landratsamt Veränderungen vorgenommen und seine Datenerfassung der des Robert-Koch-Instituts angepasst. So errechnet das Robert-Koch-Institut für Freitag eine Inzidenz von 363,2 (Vortag: 359,9), das Gesundheitsamt Meißen 377,3. Damit wurde durch die Meißner Systemumstellung eine weitgehende Annäherung erreicht. Abweichungen zwischen den Inzidenzen des Landkreises und des RKI können aber auch weiterhin bestehen. Sie liegen im Übermittlungsverzug und einem anderen Datenstand. Das RKI verwendet den Datenstand jeweils 0:00 Uhr, das Gesundheitsamt 8:30 Uhr. Die Daten werden automatisiert und elektronisch übermittelt. Die anschließende Qualitätskontrolle kann dazu führen, dass Datensätze im Verlauf ergänzt oder korrigiert werden. Die Korrektur der Daten erfolgt immer durch das Gesundheitsamt.

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Das Landratsamt veröffentlicht - nach zwei Tagen Unterbrechung - auch wieder die Übersichten zu den Fallzahlen. Neben dem maßgeblichen Inzidenzwert des RKI wird ebenfalls der Inzidenzwert nach Datenlage des Gesundheitsamtes angegeben. Gegen den plötzlichen Wegfall der Daten des Meißner Gesundheitsamtes gab es Proteste. Landrat Ralf Hänsel hatte aber am Mittwoch zugesichert, dass nach der Systemumstellung im Meißner Gesundheitsamt wieder die Corona-Daten übermittelt werden. Diese Zusage hat er jetzt eingehalten.

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