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Meißen: Inzidenz nähert sich weiter der Null

Im Landkreis Meißen gab es aber einen weiteren Corona-Todesfall. Forscher: Die meisten Menschen wissen, dass Fake-News zu Corona online verbreitet werden.

Auf die ·Delta-Variante· des Corona-Virus weist eine Zeile auf einem Labor-Monitor hin. Die besonders ansteckende Delta-Mutation hat einen dominanten Anteil in Deutschland erreicht. Doch die Inzidenz im Landkreis Meißen liegt noch bei 0,8.
Auf die ·Delta-Variante· des Corona-Virus weist eine Zeile auf einem Labor-Monitor hin. Die besonders ansteckende Delta-Mutation hat einen dominanten Anteil in Deutschland erreicht. Doch die Inzidenz im Landkreis Meißen liegt noch bei 0,8. © Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Meißen. Wann kommt denn nun die Null? Die Inzidenz im Landkreis. Meißen bleibt auf dem bisherigen Rekordtief. Das Robert-Koch-Institut errechnete für den Landkreis Meißen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 0,8 (Vortag: 0,8), teilte das Landratsamt am Montag mit. Es gab keinen weiteren neuen Corona-Fall. Auch am Samstag und Sonntag kamen keine neuen Fälle hinzu. Damit steht die Gesamtzahl aller bisherigen Covid-19-Fälle immer noch bei 17.264. Sechs unmittelbar Betroffene sowie eine Kontaktperson befinden sich aktuell in behördlich angeordneter Quarantäne. Allerdings kam es zu einem weiteren Todesfall, sodass die Gesamtzahl der Todesfälle auf 601 anstieg.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind derzeit acht Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten der aktuell sechs aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt jetzt in Radebeul (3) sowie Diera-Zehren, Großenhain und Nünchritz/Glaubitz (je 1). In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf.

Die höchsten Inzidenzwerte haben Diera-Zehren (30,9), Radebeul (5,9) und Großenhain (5,5). Alle anderen Kommunen im Landkreis haben bereits eine Inzidenz von null. (Stand 30. Juni)

Die Bevölkerung ist informiert

Über die Hälfte der Deutschen glaubt, dass sie manchmal bis oft falsche Nachrichten zur Corona-Pandemie in den digitalen Medien findet. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Leibniz-Wissenschafts-Campus aus Bremen in ihrem ersten Bericht zu Digitalisierung und Gesundheit. „Während der Corona-Pandemie hat sich der Einsatz der Digitalisierung für gesundheitsbezogene Zwecke besonders rapide entwickelt“, sagt Prof. Dr. Hajo Zeeb. "Unsere Daten zeigen, dass die Bevölkerung in Deutschland über die Corona-Pandemie informiert ist. Jedoch ist das Vertrauen in die Online-Informationen niedrig." Dies kann auf die sogenannte „Infodemic“, eine Mischung aus korrekten und erfundenen Informationen zur Corona-Pandemie, zurückgeführt werden. Besonders Menschen mit niedriger Gesundheitskompetenz haben Probleme, die erfundenen Nachrichten zu erkennen.

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Die Studie untersuchte zudem die Nutzung von digitalen Technologien für gesundheitsbezogene Zwecke. Insgesamt 1.014 Internet-User aus allen 16 Bundesländern wurden befragt. Über die Hälfte der Teilnehmer (57 Prozent) gaben an, bereits digitale Technologien für gesundheitsbezogene Zwecke genutzt zu haben. Die Mehrheit glaubt, dass Digitalisierung für Therapie und Gesundheitsversorgung (89 Prozent), Gesundheitsförderung (69 Prozent) und die Aufrechterhaltung der Gesundheit zukünftig wichtig sein wird. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer (52 Prozent) fand, dass Online-Nachrichten über die Corona-Pandemie oft nicht ganz zutreffend sind. Das scheint sie allerdings wenig zu beunruhigen: 78 Prozent sind zuversichtlich, erfundene Nachrichten oder Fake-News zu erkennen.

Die Studie wurde von der Stiftung Bremer Wertpapierbörse finanziert und soll nach zwei Jahren wiederholt werden.

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