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Inzidenz im Kreis Meißen wieder über der Marke von 50

Der Ort mit der höchsten Inzidenz im Landkreis Meißen ist jetzt Hirschstein. Neue Studie: Ein Fünftel ist gegen die Corona-Maßnahmen.

Ob Maskentragen, Testzertifikate oder Impfnachweise: Fast ein Fünftel haben große Zweifel an den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Sie teilen mehrheitlich auch Verschwörungstheorien. Die Inzidenz im Landkreis Meißen liegt am Donnerstag bei 54,5.
Ob Maskentragen, Testzertifikate oder Impfnachweise: Fast ein Fünftel haben große Zweifel an den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Sie teilen mehrheitlich auch Verschwörungstheorien. Die Inzidenz im Landkreis Meißen liegt am Donnerstag bei 54,5. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Meißen. Jetzt geht es wieder nach oben, mit einem Sprung über die Marke von 50. Wie das Meißner Landratsamt am Donnerstag mitteilte, wurden 40 weitere positiv getestete Personen registriert. Damit stieg der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen am Donnerstag auf 54,5 (Vortag: 48,3). Mit einem gegenüber Mittwoch korrigierten Fall gibt es im Landkreis Meißen seit Beginn der Pandemie 17.919 positiv getestete Personen. Davon befinden sich gegenwärtig 234 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne – ebenso wie 76 Kontaktpersonen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell acht Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst. Keine dieser Personen wird auf der Intensivstation behandelt. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorbenen Personen beläuft sich auf 603.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 234 (Vortag: 210) aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (48). Es folgen Riesa (24), Weinböhla (23), Coswig (22), Zeithain (20) sowie Meißen (14), Radeburg (12) und Großenhain (11). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Hirschstein (203,3), Weinböhla (173,1) und Zeithain (127). Es folgen Ebersbach (115,4) und Lommatzsch (83,1) sowie Radebeul (76,6). Fünf Kommunen haben noch eine Inzidenz von null. (Stand 6. Oktober).

Hohe Zustimmung zu Verschwörungstheorien

Überraschende Ergebnisse einer neuen Studie: 18 Prozent der Erwerbspersonen in Deutschland haben im Sommer 2021 in hohem Ausmaß Verschwörungsmythen rund um die Corona-Pandemie, Zweifeln an der Gefährlichkeit des Virus und sehr grundlegender Kritik an den Corona-Schutzmaßnahmen zugestimmt. Das ergibt eine neue Auswertung der aktuellen Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung unter mehr als 5.000 Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden. Demgegenüber lehnten 57 Prozent bei der Befragung im Juni/Juli 2021 solche Aussagen ab, 24 Prozent zeigten eine ambivalente Haltung.

Bei dem knappen Fünftel der Befragten, die ein hohes Ausmaß an Zustimmung für eine Ablehnung der Corona-Maßnahmen äußern, ist dabei nur wenig Differenzierung zwischen der Zustimmung zu kritischen Positionen und zu offenen Verschwörungsmythen zu beobachten. 90 Prozent von ihnen stimmen solchen Aussagen zu: „Ich kann mir vorstellen, dass hinter der Pandemie eine Elite steht, die eine neue Weltordnung schaffen will“ oder: "Ich kann mir vorstellen, dass die Pandemie von Eliten benutzt wird, um die Interessen von Reichen und Mächtigen durchzusetzen."

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Überdurchschnittlich verbreitet ist eine starke Zustimmung zu Corona-Zweifeln und Verschwörungsmythen unter Befragten mit niedrigem Einkommen oder niedrigem Schulabschluss, bei jüngeren Befragten und solchen, die bislang keine Corona-Infektionen in ihrem näheren Umfeld hatten, sowie bei Menschen, die unter der Corona-Krise finanziell gelitten haben.

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