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Kreis Meißen: Inzidenz überschreitet die Marke von 600

Bereits 78 Landkreis-Bewohner liegen wegen Corona im Krankenhaus. Die meisten neuen Covid-Fälle gibt es in Radebeul.

Von Ulf Mallek
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Auf einem Schild wird vor einem Café auf die 2G-Regel hingewiesen. Sachsen setzt sie vom 8. November an flächendeckend um. Ob das die Inzidenz wieder senkt? Im Landkreis Meißen erreicht sie am Montag 616,5.
Auf einem Schild wird vor einem Café auf die 2G-Regel hingewiesen. Sachsen setzt sie vom 8. November an flächendeckend um. Ob das die Inzidenz wieder senkt? Im Landkreis Meißen erreicht sie am Montag 616,5. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Meißen. Jetzt ist die letzte Hürde vor einem neuen Inzidenz-Rekord gefallen. Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag für den Landkreis Meißen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 616,5 (Vortag: 567,0). Gegenüber Sonntag sind 148 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen hinzugekommen, teilte das Landratsamt mit. Im Landkreis Meißen gibt es damit seit Beginn der Pandemie 21.216 positiv getestete Personen, von denen sich gegenwärtig 2.413 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden, ebenso wie 191 Kontaktpersonen von positiven Fällen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 78 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden 20 auf der Intensivstation behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist eine weitere Person verstorben. Damit beläuft sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 623 Personen.


© Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 2.413 (Vortag: 2.065) aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (309). Es folgen Meißen (290), Riesa (271), Coswig (200) sowie Großenhain (170), Moritzburg (146), Klipphausen (117), Radeburg (111) und Weinböhla (105). In Diera-Zehren (19) und Niederau (19) leben laut dem Gesundheitsamt Meißen die wenigsten Corona-Fälle.

Ab Mittwoch, 10. November 2021, 9 Uhr ist im Landkreis Meißen wieder eine zentrale Hotline für alle Anfragen rund um das Thema Corona geschalten. Die Rufnummer 03834 345 006 5 ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr besetzt. Anfragen per E-Mail können weiterhin an die E-Mail-Adresse [email protected] gesandt werden.

Corona-positive Mütter können stillen

Schwangere sollten grundsätzlich als Covid-Hochrisikogruppe betrachtet werden, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe und ungünstige Schwangerschaftsergebnisse haben. So die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie in einer neuen Empfehlung. Bisher wurden gemäß Infektionsschutzgesetz bundesweit rund 10.000 Fälle von Sars-CoV-2-positiven Schwangerschaften gemeldet. Zahlreiche Fälle mussten auf die Intensivstation, mehrere hatten sogar einen tödlichen Ausgang.

In dem Update berichten die Autoren, dass eine normale Entbindung auch im Falle einer Covid-Erkrankung durchgeführt werden kann. Eine Trennung von erkrankter Mutter und gesundem Kind sei nicht erforderlich, wenn Hygieneregeln und Maßnahmen zur Vermeidung einer Virusübertragung eingehalten werden. Haut-zu-Haut Kontakt zwischen Mutter und Kind, sogenanntes Bonding, soll unter Einhaltung der Hygieneregeln ermöglicht werden.

Vor dem Hintergrund, dass Frauen mit Sars-CoV-2-Infektion geringere Stillraten aufweisen, raten die Autoren dazu, dass auch positiven Müttern das Stillen ermöglicht werden sollte. Das Risiko einer Übertragung von Corona durch Muttermilch ist bei Einhaltung der Hygieneempfehlungen als „sehr gering“ einzustufen.