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Wieder mehr Corona-Fälle im Landkreis Meißen

Die Inzidenz bleibt aber unter 25. Die Zahl der Corona-Todesfälle hat sich auf 594 erhöht. Forscher: Ein Zwang zum Impfen bringt nichts.

Hausärzte haben begonnen, Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen. Ein Zwang zum Impfen soll es in Deutschland aber nicht geben. In den Impfzentren haben sich 61.382 Bewohner des Landkreises Meißen einmal impfen lassen, 41.815 bereits zweimal.
Hausärzte haben begonnen, Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen. Ein Zwang zum Impfen soll es in Deutschland aber nicht geben. In den Impfzentren haben sich 61.382 Bewohner des Landkreises Meißen einmal impfen lassen, 41.815 bereits zweimal. © Oliver Berg/dpa

Meißen. Die Inzidenz bleibt tief, aber es gibt wieder mehr neue Corona-Fälle. Nach Angaben des Landratsamtes beträgt der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen 21,5 (Vortag: 21,1). Gegenüber dem Vortag sind 17 weitere positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Am Dienstag waren es nur zwei, am Mittwoch voriger Woche 18.

Im Landkreis Meißen gibt es bislang 17.276 positiv getestete Personen, von denen sich 128 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Es sind zudem 121 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 33 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Fünf von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Gegenüber dem Vortag ist eine weitere Person verstorben, damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 594.

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen

Die meisten der aktuell 128 (Vortag: 137) aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt jetzt in Meißen (22), es folgen Riesa (13), Coswig (12), Klipphausen (10) und Gröditz (10). Keine Fälle gibt es mehr in Schönfeld/Lampertswalde.

Die höchsten Inzidenzwerte haben Gröditz (100,3), Diera-Zehren (61,7) und Klipphausen (58). Meißen liegt bei 24,8, Riesa bei 20,2, Coswig bei 24,1, Radebeul bei 17,7 und Großenhain nur bei 5,5. Sechs Gemeinden haben sogar eine Inzidenz von null: Hirschstein, Lommatzsch, Moritzburg, Schönfeld/Lampertswalde, Stauchitz und Zeithain. (Stand 8. Juni)

Impfbereitschaft liegt bei zwei Dritteln

So schwer die Pandemie in Millionen Leben auch eingegriffen hat: In Deutschland gibt es keine Pflicht, sich gegen Sars-CoV-2 impfen zu lassen. In anderen Ländern ist eine solche Verpflichtung längst eingeführt, sei es für Pflegekräfte in Italien oder für Studierende in Kalifornien. In Deutschland droht in naher Zukunft eine Stagnation der Impfquote wie in Israel. Dort, lange Zeit Impf-Vorreiter, stagniert das Impfniveau bei rund 63 Prozent.

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Eine Impfpflicht für Deutschland würde nicht viel bringen, so die Aussage von Forschern der Uni Konstanz und Santa Fe (USA). Die Regierung solle besser in die freiwillige Impfbereitschaft der Bevölkerung vertrauen. Anhand einer theoretischen Modellierung zeigen die Forscher: Je größer der Anteil der bereits geimpften Bevölkerung, desto mehr Ungeimpfte möchten sich ebenfalls impfen lassen. Eine Impfpflicht könnte die Impfmotivation deshalb nicht nur direkt – aus Widerstand gegen Zwang – verringern, sondern auch indirekt: Die freiwillige Impfentscheidung anderer sendet ein positives Signal, und das geht verloren, wenn sie bei der Impfentscheidung keine Wahl hatten.

Befragt wurden 2.600 Personen. Die freiwillige Impfbereitschaft liegt in dem Panel bei etwa zwei Dritteln.

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