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Meißen: Keine Rekord-Inzidenz von null mehr

Im gesamten Landkreis Meißen gibt es aktuell vier aktive Corona-Fälle. Biontech empfiehlt jetzt doch eine dritte Covid-Auffrischungsimpfung.

Aufgezogene Spritzen mit dem Wirkstoff von Biontech liegen auf einem Tablett. Die Firma empfiehlt jetzt nach sechs bis 12 Monaten eine dritte Auffrischungsimpfung für stärkeren Schutz vor Corona. Der Landkreis Meißen verlor seinen Rekord-Inzidenzwert.
Aufgezogene Spritzen mit dem Wirkstoff von Biontech liegen auf einem Tablett. Die Firma empfiehlt jetzt nach sechs bis 12 Monaten eine dritte Auffrischungsimpfung für stärkeren Schutz vor Corona. Der Landkreis Meißen verlor seinen Rekord-Inzidenzwert. © Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Meißen. Irgendwie war es zu erwarten: Die Null konnte nicht gehalten werden. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Meißen, ermittelt durch das Robert-Koch-Institut, beträgt 0,4 (Vortag: 0,0), teilte das Landratsamt am Freitag mit. Eine positiv getestete Person ist gegenüber dem Vortag hinzugekommen. Im Landkreis Meißen gibt es damit bislang 17.264 positiv getestete Personen, von denen sich vier Personen sowie vier Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind sieben Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt. Unverändert zu den Vortagen sind bisher 601 Personen verstorben.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In der Region Dresden sind immer noch 122 Betten auf Normalstation mit Covid-Patienten belegt. Das ist eine Auslastung von rund 22 Prozent. Die aktuell vier aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt in Radebeul (3) und in Nossen (1). In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf. Der Landkreis Meißen ist jetzt nicht mehr Inzidenz-Spitzenreiter in Sachsen. Das übernahmen die Kreise Görlitz und Mittelsachsen (beide 0,0).

Doch wieder alles anders? Hieß es gerade noch in einer neuen Studie, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna jahrelang wirken, kommt jetzt die Kehrtwende. Biontech/Pfizer gehen davon aus, dass die Schutzwirkung ihres gemeinsamen Coronavirus-Vakzins sechs Monate nach der zweiten Impfung zurückgeht. Das legen Daten nahe, die das israelische Gesundheitsministerium erhoben habe, hieß es in einer Mitteilung. Es sei wahrscheinlich, "dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird". Sie dürfte das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalten.

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Kurz nach dem Statement hieß es in einer Mitteilung der US-Gesundheitsbehörde, Amerikaner, die vollständig geimpft seien, benötigten derzeit keine Auffrischungsimpfung. Man sei aber auf die Verabreichung von Auffrischungsdosen vorbereitet. Die US-Gesundheitsbehörden untersuchten die Frage, verließen sich dabei aber nicht ausschließlich auf Daten von Pharmafirmen. Zumindest der Aktienkurs von Biontech - und im Schlepptau auch von Moderna - zog am Donnerstag und Freitag sehr kräftig an.

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