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Inzidenz im Landkreis Meißen steigt wieder

Seit drei Wochen wird in Hausarztpraxen geimpft: Im Vergleich zu angrenzenden Kreisen liegt Meißen hinten.

Mittlerweile bieten 127 Arztpraxen im Kreis eine Corona-Schutzimpfung an. Doch ständig würden sich Abstände und Priorisierung ändern.
Mittlerweile bieten 127 Arztpraxen im Kreis eine Corona-Schutzimpfung an. Doch ständig würden sich Abstände und Priorisierung ändern. © Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Landkreis. Am Montag sind zwölf weitere Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hinzugekommen und die Sieben-Tage-Inzidenz des RKI im Landkreis ist von 170,4 auf 175 angestiegen. Während der Landeswert gesunken ist und in Leipzig die Bundes-Notbremse nicht mehr gilt, müssen in Meißen Schulen und Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben.

Damit sich das bald ändert, lastet die ganze Hoffnung auf einer wirksamen Impfstrategie. Seit drei Wochen dürfen auch Hausärzte mit impfen, um die Kampagne voranzutreiben. Seit dem 20. April wurden im Landkreis 12.169 Impfdosen (Erst- und Zweitimpfungen) verabreicht, mehr als 80 Prozent davon an über 60-Jährige, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen mit. Im Vergleich zu angrenzenden Landkreisen liegt Meißen damit hinten. Selbst im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit ähnlichen Einwohnerzahlen wurden im gleichen Zeitraum 17.297 Impfdosen gegeben.

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Eine Corona-Schutzimpfung ist mittlerweile in 127 Arztpraxen im Kreis möglich. Auch nach drei Wochen läuft es noch nicht reibungslos: Ständig würden sich Priorisierung und Impfabstände ändern, klagt eine Allgemeinmedizinerin aus Radebeul: "Bei den ständig wechselnden Empfehlungen kommen wir kaum hinterher."

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis 16.761 positiv auf das Coronavirus getestet, aktuell befinden sich 870 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, das Gleiche gilt für 760 ihrer Kontaktpersonen.

Aktuell befinden sich 63 Patienten aufgrund eines schweren Verlaufs im Krankenhaus, davon liegen zehn auf der Intensivstation. Laut dem DIVI-Intensivregister bleiben im Ganzen noch sieben freie Betten, eine weitere Person ist verstorben. Insgesamt sind im Landkreis Meißen 584 Menschen gestorben.

Wer sich im Elblandklinikum testen lassen möchte, sollte auf die geänderten Öffnungszeiten achten. Die Ambulanz macht nun zwar bereits um 8 Uhr auf, schließt dafür aber bereits um 15 Uhr.

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