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Inzidenz im Kreis Meißen über der Marke von 50

251 Personen im Landkreis Meißen befinden sich in Corona-Quarantäne. Forscher sehen sehr unterschiedliche Szenarien fürs Homeoffice.

Von Ulf Mallek
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Studierende tragen Maske, während sie dicht nebeneinander bei der Vorlesung sitzen. An den Universitäten haben das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie die Vorlesungen im Wintersemester 2021/22 in Präsenz unter 3G-Bedingungen begonnen.
Studierende tragen Maske, während sie dicht nebeneinander bei der Vorlesung sitzen. An den Universitäten haben das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie die Vorlesungen im Wintersemester 2021/22 in Präsenz unter 3G-Bedingungen begonnen. © Rolf Vennenbernd/dpa

Meißen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen hält sich deutlich über der Marke von 50. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 54,9 (Vortag: 50,8). Gegenüber Sonntag sind 16 weitere positiv getestete Personen hinzugekommen. Im Landkreis Meißen gibt es bislang 17.981 positiv auf das Coronavirus getestete Personen, von denen sich 251 in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Diese gilt ebenfalls für 67 Kontaktpersonen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell acht Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden drei Personen auf der Intensivstation behandelt. 603 Personen sind bisher insgesamt verstorben.

© Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 251 aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (51). Es folgen Weinböhla (26), Zeithain (23), Meißen (21), Coswig (18), Riesa (18) sowie Großenhain (12). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Hirschstein (203,3), Weinböhla (173,1) und Zeithain (127). Es folgen Ebersbach (115,4) und Lommatzsch (83,1) sowie Radebeul (76,6). Fünf Kommunen haben noch eine Inzidenz von null. (Stand 6. Oktober)

Jeder fünfte Betrieb will mehr Homeoffice

Der künftige Trend fürs Homeoffice sieht sehr unterschiedlich aus. Das stellte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in einer neuen Untersuchung fest. Während rund zwei Drittel der Betriebe Homeoffice im selben Umfang ermöglichen wollen wie vor der Krise, möchte gut jeder zehnte Betrieb das Homeoffice-Angebot unter den Stand vor der Krise zurückfahren. Jeder fünfte Betrieb will dagegen die Homeoffice-Option gegenüber dem Vorkrisen-Niveau ausbauen. „Der Anteil der Betriebe, die die Homeoffice-Option ausbauen wollen, ist bei den Großbetrieben mit über 250 Mitarbeitern sehr viel höher als bei kleinen und mittleren Betrieben.“ erklärt IAB-Forscher Christian Kagerl.

Knapp zwei Drittel der Betriebe, die Homeoffice nicht ausbauen oder sogar zurückfahren möchten, gab im Oktober 2020 an, dass sich die Tätigkeiten großer Teile ihrer Beschäftigten nicht wirklich für die Arbeit von zu Hause aus eignen. Gut die Hälfte der Betriebe führte als einen weiteren Hinderungsgrund die erschwerten Bedingungen der Zusammenarbeit auf Distanz an.