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Corona: Neuer Rekordanstieg im Kreis Meißen

Es gibt zehn weitere Todesfälle im Landkreis Meißen. Die meisten aktiven Infizierten wohnen in Riesa. Die Standorte der Impfzentren stehen fest.

Von Ulf Mallek
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Auf Coronastreife: Die Bürgerpolizistinnen Polizeihauptmeisterin Ramona Lundershausen und Polizeihauptmeisterin Tatjana Iltzsche in der Innenstadt von Meißen. Die Fallzahlen im Landkreis erreichen einen neuen Tagesrekord.
Auf Coronastreife: Die Bürgerpolizistinnen Polizeihauptmeisterin Ramona Lundershausen und Polizeihauptmeisterin Tatjana Iltzsche in der Innenstadt von Meißen. Die Fallzahlen im Landkreis erreichen einen neuen Tagesrekord. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Anstieg bei neuen Corona-Fällen im Landkreis Meißen geht ungebremst weiter. Im Landkreis Meißen gibt es Stand Freitag 4.737 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen. Davon befinden sich 1.470 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Gegenüber dem Vortag sind 229 neu infizierte Personen hinzugekommen. Das ist neuer Tagesrekord. Am Donnerstag betrug der Zuwachs 153 Personen, am Mittwoch 209 und am Dienstag gab es des bisherigen Rekordzuwachs von 226 Personen.

Zudem befinden sich 1.566 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt heute 431,9 (Vortag: 426,5). Das Gesundheitsamt Meißen errechnet sogar eine Inzidenz von 477.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 154 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 22 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Mit zehn weiteren verstorbenen Personen erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 159.

Die meisten der aktuell 1.470 aktiven Infizierten wohnen in Riesa (218), Radebeul (190), Meißen (163) und Coswig (121). Es folgen Großenhain (114), Ebersbach (78) und Nossen (54).

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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Der Landkreis Meißen hat für die Bewohner der Wohnstätten des Lebenshilfe e.V. in Riesa eine Allgemeinverfügung zur Quarantäne bis einschließlich 22. Dezember veröffentlicht. Sie gilt ab Freitag. 33 Bewohner und zwei Mitarbeiter sind positiv getestet worden.

Ab Montag bis einschließlich 8. Januar 2021 gehen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in den Notbetrieb. Schulen, einschließlich der Schulinternate, und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sind mit Ausnahme einer möglichen Notbetreuung geschlossen.

Vorbehaltlich der Kabinettsentscheidung finden Eltern auf der Website www.coronavirus.sachsen.de bereits eine Liste systemrelevanter Berufsgruppen, für die eine Notbetreuung geplant ist. Ebenfalls dort zu finden sind die Formblätter zur Beantragung, die in der Schule oder der Kita vorzulegen sind. Es handelt sich um Entwürfe. Die endgültigen Listen werden erst nach der Kabinettsentscheidung veröffentlicht.

Der Standort des Corona-Impfzentrums für den Landkreis Meißen steht fest. Das bestätigte das sächsische Gesundheitsministerium der Sächsischen Zeitung. Die 13 Standorte in Sachsen würden aber aus Sicherheitsgründen noch nicht kommuniziert, so Sprecherin Juliane Morgenroth. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte, erst müssten die Sicherheitskonzepte fertig sein.

Das DRK ist in Sachsen mit dem Aufbau und Betrieb der Zentren betraut worden. Jedes Impfzentrum erhält ein solches Konzept. Das hatte in dieser Woche bereits DRK-Chef Rüdiger Unger mitgeteilt. Die Pläne würden mit der Polizei abgestimmt. "Für die Rund-um-die-Uhr-Bewachung und die Betreuung der Parkplätze werden private Sicherheitsfirmen eingesetzt", so Unger im Gespräch mit der SZ. Einzelne Standorte sind bereits durchgesickert, so die Messehalle 4 in Dresden, die Messe in Löbau oder ein ehemaliger Aldi-Markt in Pirna.

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