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Landkreis Meißen hat bundesweit die höchste Inzidenz

In keinem anderen deutschen Kreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz so hoch wie in Meißen. 88 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft.

Von Marvin Graewert
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Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz versechsfacht.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz versechsfacht. ©  Pixabay

Meißen. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.304,6 hat der Landkreis Meißen den Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinter sich gelassen: In keinem anderen deutschen Landkreis ist die Inzidenz so hoch wie in Meißen. Damit ist die Inzidenz mehr als sechsmal so hoch wie noch vor einem Jahr – oder anders gesagt zwei Wellen zuvor: Am 17. November 2020 lag die Inzidenz noch bei 208,3. Anders als letzten Winter gilt mittlerweile die Auslastung der Krankenhäuser als entscheidendes Kriterium, um Coronamaßnahmen zu verschärfen.

Vor einem Jahr waren im Divi-Intensivregister bundesweit 28.337 Intensivbetten registriert, wovon 21.818 - also 77 Prozent - belegt waren. 13 Prozent der Intensivbetten waren mit Covid-19-Patienten belegt. Da sich in der vierten Welle vor allem die Altersgruppe infiziert, für die keine Impfstoffe zugelassen sind (in der letzten Woche lag die Inzidenz der 10- bis 14-Jährigen im Landkreis bei 3.083,2) und eine Infektion bei Geimpften weniger schwer verläuft, hat sich dieser Wert im Verhältnis zur Inzidenz nicht versechsfacht: Der Anteil an Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen ist auf 14,7 Prozent angestiegen. Wie viele der Neuinfizierten auf der Intensivstation behandelt werden müssen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Seit gestern sind sieben weitere Todesfälle hinzugekommen, die Zahl der Verstorbenen hat sich auf 657 Personen erhöht.