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Nur noch zwei Corona-Fälle im Kreis Meißen

Die Inzidenz im Landkreis Meißen hält sich bei 0,4. Forscher: Es gab viel weniger Herzinfarkte während der Pandemie. Doch das hatte gar keine medizinischen Gründe.

Ein Rettungswagen des DRK in Großenhain. In den Pandemie-Zeiten mussten die Fahrzeuge viel weniger zu akuten Herzinfarkt-Patienten ausrücken.
Ein Rettungswagen des DRK in Großenhain. In den Pandemie-Zeiten mussten die Fahrzeuge viel weniger zu akuten Herzinfarkt-Patienten ausrücken. © Klaus-Dieter Brühl

Meißen. Die Werte bleiben tief unten. Das Robert-Koch-Institut berechnet für den Landkreis Meißen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0,4 (Vortag: 0,4). Gegenüber dem Vortag sind keine positiv getesteten Personen hinzugekommen. Im Landkreis Meißen sind bislang 17.264 Personen positiv getestet worden. Davon befinden sich zwei Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Neun Kontaktpersonen sind zudem in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell sieben Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt. Insgesamt sind bislang – unverändert zu den Vortagen – 601 Personen verstorben.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In der Region Dresden sind immer noch 122 Betten auf der Normalstation mit Covid-Patienten belegt. Das ist eine Auslastung von knapp 22 Prozent. Auf Intensivstation sind 35 Betten belegt (Auslastung rund 27 Prozent). Die aktuell zwei aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt in Radebeul und in Nossen. In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf. Der Landkreis Meißen ist jetzt nicht mehr Inzidenz-Spitzenreiter in Sachsen. Das übernahmen die Kreise Görlitz und Mittelsachsen (beide 0,0). Meißen ist Zweiter.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Behandlung von akuten Herzinfarkten während des ersten strikten Lockdowns ist um 44 Prozent zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg.
Die Wissenschaftler um den Lehrstuhlinhaber analysierten dafür Daten aus dem Augsburger Herzinfarktregister. Das Register erfasst in Augsburg und den zwei angrenzenden Landkreisen alle in Kliniken behandelten Herzinfarkte. Vom drastischen Rückgang der Herzinfarktbehandlungen waren alle Infarkttypen gleichermaßen betroffen: bei Männern wie bei Frauen, bei älteren und bei jüngeren Menschen.

Nach dem Lockdown wieder mehr Herzinfarkte

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Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und der Belastung im Gesundheitssystem wurde als wichtigste Stressquelle genannt, könnte also ein Grund für das Absinken der in einer Klinik registrierten Herzinfarkte sein. Nach der Lockerung der Beschränkungen stieg die Zahl der akuten Herzinfarktfälle in den Kliniken im Zeitraum von 20. April bis 21. Mai 2020 wieder an, lag allerdings immer noch um 17 Prozent unter dem Wert aus der Vor-Corona-Zeit.

Es sei von großer Wichtigkeit, bei Herzinfarktsymptomen so schnell wie möglich ärztliche Hilfe anzufordern, hieß es. Bis zum Beginn der Behandlung darf nicht viel Zeit vergehen. Dies gelte selbstverständlich auch in Zeiten einer Pandemie.

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