merken
PLUS Meißen

Inzidenz im Landkreis Meißen springt kräftig nach oben

47 Corona-Fälle sind am Mittwoch im Kreis Meißen registriert worden. Pandemiebedingt: Die Hälfte der Einwohner baut Obst oder Gemüse an.

Corona-Schnelltest in einer Apotheke: Sie sind jetzt überwiegend kostenpflichtig geworden. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Mittwoch auf 67,8 angestiegen.
Corona-Schnelltest in einer Apotheke: Sie sind jetzt überwiegend kostenpflichtig geworden. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Mittwoch auf 67,8 angestiegen. © André Schulze

Meißen. Jetzt springt die Inzidenz wieder kräftiger nach oben. Gegenüber dem Vortag sind im Landkreis Meißen 47 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen hinzugekommen, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 67,8 (Vortag: 55,3). Damit gibt es seit Beginn der Pandemie 18.040 positiv getestete Personen, wobei gegenüber dem Vortag ein Fall korrigiert wurde. 257 positiv getestete Personen befinden sich gegenwärtig ebenso in behördlich angeordneter Quarantäne wie 97 Kontaktpersonen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell zwölf Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon liegen zwei Personen auf der Intensivstation. 603 Personen sind bisher insgesamt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

Anzeige
Hilfskonvoi dank VARO auf großer Fahrt
Hilfskonvoi dank VARO auf großer Fahrt

Mit einer Benzinspende unterstützen die Meißener Brennstoffprofis einen Verein, der Kindern in Litauen hilft.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen

Von den aktuell 257 (Vortag: 234) aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (46). Es folgen Meißen (30), Weinböhla (22), Zeithain (21), Riesa (18), Coswig (17) sowie Großenhain (13) und Ebersbach (13). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Hirschstein (203,3), Ebersbach (184,6) und Zeithain (181,4). Es folgen Radeburg (124,4), Strehla (108,5) und Weinböhla (96,2). Drei Kommunen haben noch eine Inzidenz von null. (Stand 11. Oktober). Vier Schulen und eine Kita sind von Corona-Fällen betroffen.

Privatgärten sind im Kommen

Weiterführende Artikel

Corona-Inzidenz übersteigt den Wert von 110

Corona-Inzidenz übersteigt den Wert von 110

RKI meldet 6.573 Neuinfektionen, Sachsen mit der zweithöchsten Inzidenz, Tschechien verschärft Corona-Regeln - unser Newsblog.

Die Hochschule Geisenheim hat untersucht, wie der private Anbau von Essbarem aussieht und welche Veränderungen durch Corona es dabei gegeben hat. Dafür wurden Ende Mai 510 Personen aus allen Bevölkerungsgruppen befragt. „Knapp die Hälfte aller Befragten produziert selbst Obst, Gemüse oder Kräuter zu Hause“, so Prof. Dr. Kai Sparke und Dr. Mira Lehberger, Autoren der Studie. Bei Befragten mit eigenem Garten liegt der Anteil der Hobby-Produzierenden bei circa 65 Prozent. Personen ohne eigenen Garten erzeugen immerhin zu knapp 21 Prozent Essbares, zumeist Kräuter in Balkonkästen und Töpfen. Auch der Trend zum Hochbeet ist in der Studie messbar geworden. In fast jedem zweiten Garten ist mittlerweile ein Hochbeet vorhanden.

Personen, die Obst oder Gemüse anbauen, sind überwiegend weiblich, sie haben höhere Einkommen zur Verfügung und wohnen ländlicher als Befragte, die nicht selbst anbauen. Das Alter hingegen spielt keine Rolle. „Bei einem Drittel der Freizeitgärtner hat der Anbau in der Corona-Pandemie zugenommen“, so die Autoren. Der eigene Hobby-Anbau hat einen Corona-Schub bekommen.

60 Prozent der Befragten freuten sich über ihren letzten Ernteerfolg, nur das Wetter, Schädlinge und ein geringer Ertrag trübten noch den Erfolg. Sparke und Lehberger: „Interessant ist: Personen, die Lebensmitteln grundsätzlich eine hohe Wertschätzung entgegenbringen, können sich noch mehr über ihre eigene Ernte freuen.“

Mehr zum Thema Meißen