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Der Landkreis Meißen hat die vierthöchste Inzidenz in Deutschland

Von den 111 Corona-Patienten aus dem Kreis Meißen im Krankenhaus sind 95 ungeimpft. Das Gesundheitsamt meldet drei weitere Todesfälle.

Von Ulf Mallek
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Schlangen bei einer Impfaktion des DRK. Nach dem Landrat ruft jetzt auch der Landtagsabgeordnete Frank Richter die Bewohner des Landkreises Meißen zum Impfen auf. Der Landkreis Meißen hat mit einer Inzidenz von 1.176,5 am Montag den vierthöchsten Wert.
Schlangen bei einer Impfaktion des DRK. Nach dem Landrat ruft jetzt auch der Landtagsabgeordnete Frank Richter die Bewohner des Landkreises Meißen zum Impfen auf. Der Landkreis Meißen hat mit einer Inzidenz von 1.176,5 am Montag den vierthöchsten Wert. © Robert Michael/dpa

Meißen. Auf dem Tableau des Robert-Koch-Instituts leuchtet der Landkreis Meißen in einem schönen Lila. Deutschlandweit liegt Meißen mit seiner Inzidenz auf dem vierten Platz. Schlechter sind nur noch Bautzen, Rottal-Inn und Sächsische-Schweiz/Osterzgebirge. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt am Montag 1 .176,5 (Vortag: 1.124,9). Das teilte das Landratsamt mit. Gegenüber dem Vortag sind 269 weitere positiv auf das Corona-Virus getestete Personen hinzugekommen.

Seit Beginn der Pandemie gibt es im Landkreis Meißen 24.064 positiv getestete Fälle. Gegenwärtig befinden sich 4.263 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. 119 Kontaktpersonen von positiven Fällen müssen ebenso in Quarantäne.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 111 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden 31 Personen auf der Intensivstation behandelt. Von den 111 hospitalisierten Personen sind 16 geimpft und 95 ungeimpft. Von den auf der Intensivstation erfassten Personen sind drei geimpft und 28 ungeimpft. Gegenüber dem Vortag gibt es drei weitere Todesfälle, sodass sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 646 erhöht.

Von den aktuell 4.263 (Freitag: 3.482) aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (619). Es folgen Meißen (459), Riesa (455), Großenhain (339), Coswig (287) sowie Radeburg (241), Weinböhla (206), Moritzburg (189), Klipphausen (187) und Nossen (175). In Käbschütztal (33) leben laut dem Gesundheitsamt Meißen die wenigsten Corona-Fälle.

Das Landratsamt korrigiert einen Fehler in der Mitteilung vom 11. November 2021. Da habe sich ein Fehler zur Quarantäne von engen Kontaktpersonen eingeschlichen. "Richtig ist: Nach der geltenden Allgemeinverfügung des Landkreises, müssen sich enge Kontaktpersonen nur nach Anordnung des Gesundheitsamtes absondern. Ohne Anordnung vom Gesundheitsamt müssen sich nur die Hausstandsangehörigen des Quellfalles in Absonderung begeben."

Lasst euch impfen!

Der Meißner SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter macht sich Sorgen wegen der hohen Inzidenzen, besonders bei den Jüngeren. Deutschlandweit habe der Landkreis jetzt die höchste Covid-19 Inzidenz bei den 10- bis 14-Jährigen. Bei den 35- bis 39-Jährigen liegt der Landkreis deutschlandweit auf Platz zwei, bei den 40- bis 44-Jährigen auf Platz drei, ebenso bei den 45- bis 49-Jährigen. Richter: "Das ist mehr als besorgniserregend."

Bei den 10- bis 14-Jährigen liegt der Kreis Meißen deutschlandweit vorn.
Bei den 10- bis 14-Jährigen liegt der Kreis Meißen deutschlandweit vorn. © MDK

Impfungen seien gewiss kein Allheilmittel gegen die Pandemie. Aber: Impfungen helfen, die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Richter bittet alle, die keine schwerwiegenden Gründe dagegen haben, sich impfen zu lassen.

In Meißen werden durch das Deutsche Rote Kreuz Impfungen angeboten am: 23.11., 9 bis 16.30 Uhr im Filmpalast (Kino), 24. und 25.11., 9 bis 16.30 Uhr in der Fachhochschule, Herbert-Böhme-Str.11, 4.12., im DRK, Bergstraße 8 und am 6.12., 9 bis 16.30 Uhr in der AOK-Geschäftsstelle, Neugasse 39/40.

Hinweis: In einer früheren Fassung des Beitrages war eine Angabe von geimpften und ungeimpften Quarantänefälle aufgenommen. Das Landratsamt bat um Rücknahme, weil die Zahlen zum Impfstatus der in Quarantäne befindlichen Personen aufgrund des Ermittlungsverzuges des Gesundheitsamtes aktuell nicht belastbar seien. Der noch nicht ermittelte Impfstatus wird vom Programm als „ungeimpft“ ausgegeben. Die Zahlen sind daher nicht korrekt. Das Landratsamt bittet, den Fehler zu entschuldigen. Die Impf-Zahlen zu den stationär aufgenommenen Patienten sind hingegen korrekt und werden weiterhin in den täglichen Meldungen des Amtes aufgenommen.