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Meißen

Meißen: Inzidenz fällt auf 110

Im Landkreis gibt es immer weniger Neuinfizierte. Laut einer Studie erhöht es die Antikörperzahl signifikant, die Impfung erst nach zwölf Wochen aufzufrischen.

Eine spätere zweite Impfdosis würde ganz besonders gut wirken, doch es gibt einen Grund für die kurzen Abstände.
Eine spätere zweite Impfdosis würde ganz besonders gut wirken, doch es gibt einen Grund für die kurzen Abstände. © Ralph Koehler/propicture

Landkreis. Die Inzidenz im Landkreis Meißen liegt laut dem Robert-Koch-Institut bei 110 (gestern noch bei 112,9) und fällt bereits den fünften Tag in Folge. Damit die Bundes-Notbremse gelöst wird, muss sich die Inzidenz allerdings fünf Tage lang unter der entscheidenden 100er-Marke einpendeln.

Wie das Landratsamt am Sonntag mitteilte, wurden 40 neue Corona-Fälle registriert, vor einer Woche waren es 42. Außerdem befinden sich mit 564 Kontaktpersonen auch weniger Menschen in einer behördlich angeordneten Quarantäne. Unabhängig vom Quarantäne-Status werden im Landkreis 55 Einwohner stationär behandelt, neun davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei 585.

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Die meisten Infizierten gibt es derzeit in Nossen (90), gefolgt von Großenhain (69) und Riesa (64). Die wenigsten positiv Getesteten werden aus Hirschstein (2) und Moritzburg (6) gemeldet.

© Gesundheitsamt Meißen
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Mit Blick auf den Sommerurlaub hat die Diskussion um die Wahl des Impfstoffs einen neuen Schwerpunkt bekommen. Wer möglichst schnell durchgeimpft sein möchte, entschiedet sich lieber für einen mRNA-Impfstoff statt für AstraZeneca. In sächsischen Impfzentren beträgt der Abstand zum zweiten Biontech-Impftermin lediglich drei Wochen. Mittlerweile haben Hausärzte allerdings die Möglichkeit, den Abstand zwischen AstraZeneca-Impfungen von zwölf auf vier Wochen zu verkürzen, zulasten der Wirksamkeit.

Allerdings wäre es auch bei Biontech ratsam, den Abstand zwischen Erst- und Zweit-Impfung auf zwölf Wochen auszudehnen: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Birmingham, die zeigt, dass sich dreieinhalb Mal so viele Antikörper gegen das Corona-Virus bilden, wenn der Abstand zur zweiten Impfung bei zwölf statt drei Wochen liegt. Durchgeführt wurde die Studie an über 80-Jährigen.

Der Virologe Professor Alexander Kekulé erklärte am Sonnabend in seinem Corona-Podcast beim MDR, dass späte Impfauffrischungen ganz grundsätzlich besonders gut wirken würden. Warum man sich trotzdem für einen so kurzen Abstand entschieden habe, sei der Pandemie geschuldet: um möglichst schnell, möglichst viele Menschen zumindest "halbwegs immun" zu bekommen.

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