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Meißen: Mehr Corona-Fälle in Schulen und Horten

Der Inzidenzwert im Landkreis Meißen steigt erstmals über 200. Für ein Coswiger Pflegeheim gilt jetzt Quarantäne. Vier weitere Corona-Tote wurden gemeldet.

Schüler einer 7. Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum. Auch im Landkreis Meißen steigen die Corona-Fälle in Schulen und Horten. Viele Schüler und Lehrer sind auch von Quarantäne betroffen.
Schüler einer 7. Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum. Auch im Landkreis Meißen steigen die Corona-Fälle in Schulen und Horten. Viele Schüler und Lehrer sind auch von Quarantäne betroffen. © Daniel Bockwoldt/dpa

Meißen. Es geht wieder sehr kräftig aufwärts. Im Landkreis Meißen gibt es am Dienstag 1.900 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Personen. Das teilte das Landratsamt mit. Davon befinden sich 756 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber Montag sind 91 neuinfizierte Personen hinzugekommen. Der Anstieg am Vortag betrug 29 neue Fälle.

Zudem sind 1.295 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt auf einem Rekord-Niveau von 208,3 (Vortag: 193,4). Zum ersten Mal wurde die Grenze von 200 überschritten.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 81 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 14 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Da vier weitere Person verstorben sind, beläuft sich die Zahl insgesamt verstorbener Personen auf 50.

Für die Bewohner und das Personal des Meisop-Pflegeheims „Hirtenweg“ in Coswig hat der Landkreis Meißen zwei Allgemeinverfügungen zur Quarantäne erlassen und am Dienstag veröffentlicht. Die Allgemeinverfügungen treten am Mittwoch in Kraft.

© Gesundheitsamt Meißen
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Spezialisierte Teams arbeiten an unterschiedlichen Standorten im Landkreis an der Nachverfolgung der Infektionsketten. Sie werden unterstützt durch externe Kräfte, unter anderem von der Bundeswehr. In den kommenden Tagen sind Schulungen von weiterem Personal geplant. Die stellvertretende Landrätin Janet Putz sagte am Dienstag im Krisenstab: „Wir können gegenwärtig die Nachverfolgung der Infektionen realisieren. Die Belastung der Mitarbeiter ist jedoch sehr hoch."

Auch im Landkreis Meißen gibt es in Schulen und Horten positive Fälle und Ausfälle durch Quarantäne. „Unser großes Ziel ist es, Schulen und Kitas weiterhin offen zu halten“, so Janet Putz. „Jeder Einzelfall wird geprüft und es wird genau analysiert, für wen Quarantänebescheide ausgestellt werden müssen. Daher kann die Regelung unter den jeweiligen Bedingungen immer anders ausfallen.“

Thema im Krisenstab waren auch Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht. Polizeihauptkommissar Raiko Riedel und der Dezernent für Verwaltung Manfred Engelhard berichteten von den Kontrollen in den Städten und Gemeinden des Landkreises vom Ende vergangener Woche. Dabei wurden keine Verfehlungen festgestellt, jedoch viele Hinweise gegeben und die Einwohner zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sensibilisiert.

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