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Die Schulen im Kreis Meißen schließen ab Montag

Eine Notbetreuung wird eingerichtet. Nach Ostern sollen auch die Grundschüler getestet werden. Im Landkreis Meißen steigen die Corona-Fälle deutlich an.

Das war es. Bis Ostern schaffen es die Schulen im Landkreis Meißen nun nicht mehr, offen zu bleiben. Sie müssen am Montag schließen. Die Inzidenz hat die 130 erreicht.
Das war es. Bis Ostern schaffen es die Schulen im Landkreis Meißen nun nicht mehr, offen zu bleiben. Sie müssen am Montag schließen. Die Inzidenz hat die 130 erreicht. © Kristin Richter

Meißen. Aus der Vorahnung wurde Gewissheit: Im Landkreis Meißen müssen ab 22. März die Kindertageseinrichtungen sowie die Schulen schließen. Das teilte das Kultusministerium am Freitag mit. Ausgenommen die Schüler der Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge. Sie können weiterhin ihre Schulen besuchen. Darauf haben sich Gesundheitsministerin Petra Köpping und Kultusminister Christian Piwarz in Rücksprachen mit dem Landkreis Meißen verständigt. Im Landkreis wird eine Notbetreuung eingerichtet. Die bekannten Voraussetzungen für die Notbetreuung gelten weiter.

Grund für die Entscheidung ist die hohe Inzidenz im Landkreis Meißen, die schon länger bei über 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liegt. Der Kreis hat am Freitag den fünften Werktag in Folge den Grenzwert überschritten. "Die Corona-Schutz-Verordnung gibt uns hier leider keinen Spielraum, um die Schulen weiter offen zu lassen", so Minister Piwarz. "Ich bedauere die Entscheidung und verstehe die Verzweiflung der Eltern und Kinder. Wir müssen hier in Zukunft andere Lösungen finden."

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Ziel sei es, nach den Osterferien die Wieder-Öffnung von Schulen und Kitas durch ein intensives Testregime zu begleiten. Auch die Grundschüler. Damit wäre der Betrieb in den Einrichtungen vergleichsweise sicher. Gleichzeitig soll der Inzidenzwert künftig nicht mehr allein ausschlaggebend für die Bewertung der Situation sein, so der Kultusminister.

Meißens Landrat Ralf Hänsel hatte sich eine andere Lösung gewünscht. Er machte sich für ein differenziertes Offenhalten der Einrichtungen stark. „Das alleinige Fixieren auf Inzidenzwerte muss dringend überdacht werden.“, sagte er.

© Gesundheitsamt Meißen
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Der Zuwachs an neuen Corona-Fällen im Landkreis Meißen gewinnt an Tempo. Im Landkreis Meißen gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt 13.483 positiv auf das Coronavirus getestete Personen, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Davon befinden sich gegenwärtig 504 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber Donnerstag sind 70 positiv getestete Personen hinzugekommen. Der Zuwachs am Vortag lag bei 53 neuen Fällen, am Freitag vergangener Woche bei 47.

920 Kontaktpersonen von positiven Fällen halten sich aktuell ebenfalls in behördlich angeordneter Quarantäne auf. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts steigt weiter auf jetzt 136,1 (Vortag: 128,7, Gesundheitsamt). Das Meißner Gesundheitsamt errechnete einen ähnlichen Wert von 138,2.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind derzeit 69 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Sechs von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Die Zahl der bislang Verstorbenen liegt zum Vortag unverändert bei 554 Personen.

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Die meisten der aktuell 504 aktiven Infizierten wohnen laut Landratsamt in Meißen (82), Großenhain (69), Radebeul (50), (Radeburg (42), Nossen (32), Coswig (28), Gröditz (22), Lommatzsch (21), Weinböhla (19), Niederau (17), Riesa (16), Nünchritz/Glaubitz (15) und Käbschütztal (14). Die geringsten aktuellen Infektionen sind in den Gemeinden Hirschstein (1) und Stauchitz (2).

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