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Kreis Meißen: Keine Quarantäne für Geimpfte

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Meißen steigt weiter an. Forscher sehen eine große Akzeptanz von Datenspenden in der Pandemie.

Gute Nachricht für doppelt Geimpfte im Landkreis Meißen: Sie müssen auch bei Kontakt mit der Delta-Variante nicht mehr in Quarantäne. Die Inzidenz im Kreis steigt auf 2,1 an.
Gute Nachricht für doppelt Geimpfte im Landkreis Meißen: Sie müssen auch bei Kontakt mit der Delta-Variante nicht mehr in Quarantäne. Die Inzidenz im Kreis steigt auf 2,1 an. © Malte Krudewig/dpa

Meißen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen steigt weiter deutlich an. Dennoch bleibt sie noch auf sehr niedrigem Niveau. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 2,1 (Freitag: 1,7), teilte das Landratsamt am Montag mit. Über das Wochenende ist eine weitere positiv getestete Person hinzugekommen.

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Im Landkreis Meißen gibt es bislang 17.268 positiv getestete Personen, von denen sich fünf in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Es sind zudem sechs Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell vier Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt. 601 Personen sind insgesamt verstorben.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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In der Region Dresden sind immer noch 45 Betten (Sachsen: 121 Betten) auf der Normalstation mit Covid-Patienten belegt. Das ist eine Auslastung von 26 Prozent. Auf der Intensivstation sind zehn Betten belegt (Sachsen: 30). Das ist eine Auslastung rund 14 Prozent. Die fünf aktuell aktiven Infizierten im Landkreis Meißen kommen laut Landratsamt aus Nossen, Gröditz, Meißen (je 1) und Riesa (2). In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf.

Alle Gemeinden im Landkreis Meißen haben eine Inzidenz von null, bis auf Nossen (9,5, Stand 12. Juli).

Der Landkreis Meißen hat auf seiner Website die 17. Corona-Allgemeinverfügung veröffentlicht. Sie trat am 18. Juli in Kraft und gilt bis zum Ablauf des 15. August 2021.

Diese Allgemeinverfügung berücksichtigt im Vergleich zur vorhergehenden Fassung die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zum Kontaktpersonenmanagement. Insbesondere nach zweifacher Impfung besteht nach Ansicht des RKI ein hoher Schutz gegen schwere Verläufe einer Infektion mit der Delta-Variante, sodass für vollständig geimpfte bzw. genesene Personen, die mit einer mit dem Delta-Virus infizierten Person Kontakt hatten, keine Quarantäne mehr empfohlen wird. „Diese Erleichterung bei der Quarantäne ist aus meiner Sicht ein Grund mehr, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen“, so Landrat Ralf Hänsel.

Eine halbe Million Downloads

In der Covid-19-Pandemie sind viele Menschen bereit, ihre Gesundheitsdaten für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das ist ein wichtiges Ergebnis einer Studie der Universität Bremen. Die Forschenden haben die persönliche Einstellung der Nutzer zur Corona-Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts untersucht und daraus Empfehlungen für die Entwicklung von Technologien abgeleitet. Mehr als 500.000 Menschen haben die Corona-Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts bislang heruntergeladen. Die Bereitschaft, persönliche Gesundheitsdaten für die wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung zu stellen, erwies sich dabei als überraschend hoch.

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Entgegen bisherigen Erfahrungen mit anderen Projekten aus der Gesundheitsforschung geben die App-Nutzer auch dann ihre Daten für die Forschung frei, wenn sie keinen direkten Nutzen für sich selbst sehen. Offenbar genügt in diesem Fall der Anreiz, einen Beitrag zur Bewältigung eines großen gesellschaftlichen Problems zu leisten.

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