merken
PLUS Meißen

Meißen: Jetzt 20 Kommunen mit Inzidenz null

Am Montag gibt es nur einen neuen Corona-Fall im Landkreis Meißen. Forscher: Corona-Leugner leugnen das Virus gar nicht.

Das Impfen kommt auch im Landkreis Meißen gut voran. Sachsenweit sind 31 Prozent der Bevölkerung bereits vollständig geimpft, 45 Prozent mindestens einmal. Die Inzidenz im Landkreis Meißen fällt auf 2,5.
Das Impfen kommt auch im Landkreis Meißen gut voran. Sachsenweit sind 31 Prozent der Bevölkerung bereits vollständig geimpft, 45 Prozent mindestens einmal. Die Inzidenz im Landkreis Meißen fällt auf 2,5. © Felix Kästle/dpa

Meißen. Die Null ist fast erreicht. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt heute 2,5 (Freitag: 5,4). Gegenüber dem Vortag ist eine weitere positiv getestete Person hinzugekommen. Am Freitag gab es zwei neue Corona-Fälle, am Montag vergangener Woche war es einer.

Aktuell gibt es im Landkreis Meißen 17.296 positiv getestete Personen. Gegenwärtig befinden sich 39 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind zudem 37 Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne.

PPS Medical Fitness GmbH
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness
Physiotherapie bei PPS Medical Fitness

Krankengymnastik, Bewegungsbad, physikalische Therapie, Lymphdrainage, Massagen, Outdoor-Training - PPS Medical Fitness ist für Ihre Unterstützung rundum aufgestellt.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 18 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Zwei von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Die Zahl der bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorbenen Personen beläuft sich unverändert auf 595.

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen

Die meisten der aktuell 39 aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt jetzt in Nünchritz/Glaubitz (9), es folgen Riesa (7) und Meißen (4). Keine Fälle mehr gibt es in Diera-Zehren, Ebersbach, Hirschstein, Käbschütztal, Klipphausen, Moritzburg, Niederau, Priestewitz, Röderaue/Wülknitz und Schönfeld/Lampertswalde.

Die höchsten Inzidenzwerte haben Nünchritz/Glaubitz (51,8), Weinböhla (9,7) und Nossen (9,5). Riesa liegt bei 6,7 und Coswig bei 4,8. Alle anderen 20 Kommunen haben bereits eine Inzidenz von null. (Stand 20. Juni)

Telegram radikaler als Facebook

Kommunikationswissenschaftler der Universität Passau haben gemeinsam mit Studierenden mehr als 1.800 Telegram- und Facebook-Posts von Verschwörungs-Influencern und prominenten AfD-Mitgliedern zur Corona-Pandemie analysiert. Ergebnis der Studie: Die Diskussionen auf Telegram sind sehr viel radikaler.

Der Begriff „Corona-Leugner“ beschreibe die Bewegung in den sozialen Netzwerken allerdings unzureichend. Denn die Existenz des Virus werde überwiegend nicht verneint, sondern stehe im Zentrum der Verschwörungsdebatten.Dabei äußerten sich die untersuchten Personen und Gruppen auf Telegram radikaler als auf Facebook. Telegram sei zur Haupt-Plattform für Verschwörungserzählungen geworden. Studienleiter Prof. Dr. Ralf Hohlfeld: "Während bei Facebook in der jüngeren Vergangenheit Regulierungsmaßnahmen zivilisierend auf die Kommunikation einwirken, ist Telegram vollkommen unreguliert, Gesetzesverstöße lassen sich hier nicht ahnden.“

In 40 Prozent der Kommunikation finden sich eindeutige Bezüge auf Verschwörungserzählungen. Das Corona-Virus werde etwa als künstlich gezüchtetes Kontrollinstrument aufgefasst, mit dem die Regierung die Bevölkerung kontrollieren und unter ihren Willen zwingen wolle. Die Etablierung einer Diktatur sei Fluchtpunkt der meisten Verschwörungsmythen.

Weiterführende Artikel

Corona: Kaum noch Infektionen

Corona: Kaum noch Infektionen

Infektionszahlen, Polizeikontrollen und die Auswirkungen auf das Leben der Bewohner: Aktuelle Geschichten und Entwicklungen dazu sind hier zu lesen.

Fast drei Viertel der Beiträge waren von negativer Rhetorik und Herabsetzung geprägt. Diese richtete sich in 53 Prozent der Fälle gegen Politiker, in jeweils neun Prozent waren Medienvertreter sowie Wissenschaftler betroffen. In fast jedem dritten Beitrag war eine deutliche Wissenschaftsskepsis nachzuweisen.

Mehr zum Thema Meißen