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Meißen: Covid-Impfungen starten im neuen Jahr

Das Impfzentrum in Riesa ist einsatzbereit. Der Tagesanstieg an neuen Fällen im Landkreis Meißen hält sich in Grenzen.

Vor dem neuen Impfzentrum des Landkreises Meißen Landrat Ralf Hänsel (2. v.l.) und Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (r.) mit Vertretern des DRK vor der Sachsenarena.
Vor dem neuen Impfzentrum des Landkreises Meißen Landrat Ralf Hänsel (2. v.l.) und Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (r.) mit Vertretern des DRK vor der Sachsenarena. © Stadt Riesa

Meißen. Der Corona-Tagesanstieg bleibt moderat. Gegenüber dem Vortag gibt es im Landkreis Meißen 76 neue mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Personen, teilte das Landratsamt am Montag mit. Damit sind bislang 6.474 Personen positiv getestet worden. Davon befinden sich aktuell 1.547 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Anstieg am Sonntag betrug 46 Fälle, am Samstag hatte er noch 170 betragen und am Freitag den Rekordwert von 303 erreicht. Am Donnerstag lag er bei 178 neu infizierten Personen, am Mittwoch bei 219 und am Dienstag gab es 242 Neuinfektionen.

Es sind zudem 1.077 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis ist weiter gesunken und beträgt 508,9 (Vortag: 546,1). Das Gesundheitsamt Meißen errechnete einen ähnlichen Wert: 510,9.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 140 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 13 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 241 Personen sind insgesamt verstorben. Das sind sieben Todesfälle mehr als gestern.

Die meisten der aktuell 1.547 aktiven Infizierten wohnen in Riesa (269), Radebeul (232), Meißen (127) und Großenhain (114). Es folgen Käbschütztal (93), Coswig (92), Radeburg (65), Weinböhla (59), Strehla (53) und Klipphausen (51).

© Gesundheitsamt Meißen
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Inzwischen steht der Impf- Zeitplan: Kommende Woche soll der erste Corona-Impfstoff in der Europäischen Union zugelassen werden - das Vakzin von Biontech. Kurze Zeit später wird das Paul-Ehrlich-Institut die Impfchargen für Deutschland prüfen und freigeben. Anschließend beginnt die Auslieferung. Sachsen erwartet die ersten Impfdosen zwischen Weihnachten und Neujahr. Dann kann es losgehen. Zunächst soll das Mittel hochbetagten Menschen, Altenpflegekräften und besonders gefährdeten Ärzten, Pflegern und Sanitätern verabreicht werden. So sieht es die Impfverordnung vor.

Das Dresdner Impfzentrum in der Messe und wohl auch das für den Landkreis Meißen in der Sachsenarena werden daher zunächst mehr eine Art logistischer Mittelpunkt sein für das mobile Impfteam, das in die Alten- und Pflegeheime fahren wird, sagte DRK-Landesvorstand Rüdiger Unger im SZ-CoronaCast. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte zuvor schon angedeutet, dass in den Impfzentren selbst wohl erst im neuen Jahr geimpft wird, wenn weitere Impfstoff-Lieferungen eingetroffen sind.

Eine Pflicht, das Impfzentrum seines Heimatkreises zu nutzen, gibt es nicht. Jeder Sachse hat die freie Wahl. Ausgelegt ist beispielsweise das Dresdner Impfzentrum für bis zu 1.000 Impfungen am Tag.

Allerdings, betont Rüdiger Unger, muss man sich für eines entscheiden. Die erste Impfung darf beispielsweise nicht in Riesa und die zweite in Dresden abgeholt werden. Wie man überhaupt zu seiner Impfung kommt? Laut Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird jeder Einwohner per Post darüber informiert, wann er an der Reihe ist. Dann muss sich jeder selbst kümmern und einen Termin buchen. Möglich wird dies über Internet oder Telefon sein.

Am Impftag sind der Impfpass, der Personalausweis und die Chipkarte mitzubringen. Ein Arzt wird vor Ort einschätzen, ob einer Impfung nichts im Wege steht. Dann erfolgt der Piks. Etwa eine Viertelstunde bleibt man anschließend im Impfzentrum und wird überwacht. Falls es zu einer allergischen Reaktion kommen sollte, stünden Medikamente und medizinisches Personal sofort bereit. Ist alles in Ordnung, darf man nach Hause gehen - bis zur zweiten Impfung.

Die Impfzentren werdend 24 Stunden am Tag von einem Sicherheitsdienst bewacht. Darüber hinaus gebe es Abstimmungen mit der Polizei, die dort regelmäßig Streife fahren.

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Die Corona-Hotline des Landkreises Meißen ist auch an den Weihnachtsfeiertagen und über den Jahreswechsel erreichbar. Zu folgenden Servicezeiten werden Fragen beantwortet und Anliegen bearbeitet: 24. bis 27. Dezember 2020: 9 bis 12 Uhr, 31. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021: 9 bis 12 Uhr. An allen anderen Tagen gelten die gewohnten Servicezeiten. Erreichbar ist die Hotline telefonisch unter 03521 725-3435 und per E-Mail an [email protected].

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