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Jetzt hat Radeburg die höchste Inzidenz im Kreis Meißen

Radebeul und Meißen liegen im Mittelfeld. Der Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen bleibt hoch. Es gab keine neuen Todesfälle. Studie: Nasensprays helfen.

Sehr ruhig: Der Marktplatz in Radeburg. Die Stadt mit 7.300 Einwohnern hat die Spitze bei der Corona-Inzidenz im Landkreis Meißen übernommen. Nossen ist jetzt zweiter, Lommatzsch dritter.
Sehr ruhig: Der Marktplatz in Radeburg. Die Stadt mit 7.300 Einwohnern hat die Spitze bei der Corona-Inzidenz im Landkreis Meißen übernommen. Nossen ist jetzt zweiter, Lommatzsch dritter. © Norbert Millauer

Meißen. Der hohe Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen hält an. Gegenüber dem Vortag sind im Landkreis Meißen 98 weitere positiv getestete Personen hinzugekommen, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Damit gibt es bislang insgesamt 15.600 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Personen. Davon befinden sich 937 Personen derzeit in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Tageszuwachs am Vortag betrug 130 neue Fälle, am Donnerstag voriger Woche waren es 117.

Zudem sind 1.294 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt heute 184,1 (Vortag: 190,7). Das Gesundheitsamt Meißen errechnete aber bereits einen Wert über der 200er-Marke: 203,5 (Sachsen: 201,8)

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 68 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Neun von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Weiterhin unverändert beläuft sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 575 Personen.

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen

Die meisten der aktuell 937 (Vortag: 966) aktiven Infizierten gibt es laut dem Landratsamt in Coswig (107), es folgen Meißen (94), Radebeul (87), Großenhain (86), Nossen (76), Klipphausen (64), Riesa (63), Radeburg (60), Lommatzsch (39), Nünchritz/Glaubitz (34), Weinböhla (28), Schönfeld/Lampertswalde (24), Priestewitz (23), Thiendorf (21) und Zeithain (20). Die wenigsten Fälle hat nach wie vor die Gemeinde Hirschstein (1).

Die höchste Inzidenz im Landkreis Meißen hat nicht mehr die Stadt Nossen (418,5), sondern jetzt Radeburg (423,7) bei 31 Neuzugängen in den letzten sieben Tagen (Stand 21. April). Dritter ist weiter Lommatzsch (371,3). Es folgen Thiendorf (345,7) und Klipphausen (338,2). Radebeul (153,4) und Meißen (141,4) liegen im unteren Mittelfeld. Riesa mit 100,8 sogar noch tiefer. Die geringste Inzidenz hat immer noch die Gemeinde Hirschstein mit 0. Es gab dort in den letzten sieben Tagen keine Neuzugänge.

Nasenspray gegen Covid

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene empfiehlt Klinikpersonal auf Covid-19-Stationen schon seit Dezember 2020 die Verwendung von Carragelose-Nasensprays. Nach einer neuen argentinischen Studie bewirkt dieses Spray, das aus Rotalgen hergestellt wird, eine Reduzierung des Infektionsrisikos durch Corona um 80 Prozent. Der breite Einsatz von Carragelose-Sprays sei gerechtfertigt, sagt der Erlanger Virologe Prof. Ulrich Schubert. Zum einen wirke Carragelose praktisch nebenwirkungsfrei gegen Sars-CoV-2, zum anderen schützt es auch gegen verschiedene Erkältungsviren.

Im Kampf gegen mutierte Virusvarianten - die sogenannte britische Mutante B.1.1.7, die südafrikanische Variante B.1.351 und die brasilianische Variante P.1(20J/501Y.V3) - könne Carragelose eingesetzt werden. "Es sollte für die Wirksamkeit keinen Unterschied machen, welche Virusvariante vorliegt“, erklärt Ulrich Schubert. Er hält Carragelose für eine echte Option in der Bekämpfung der Pandemie.

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Das Unternehmen Hermes-Arzneimittel beispielsweise vertreibt in Deutschland Carragelose-haltige Nasensprays unter der Marke Algovir.

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