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Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 500

Landrat Ralf Hänsel erwarte aber einen baldigen Anstieg der Fälle. Derweil verlegt das Elblandklinikum den ersten Patienten außerhalb von Sachsen.

Der Krisenstab Infektionsschutz des Landkreises Meißen trat am Dienstag zusammen, um über die Corona-Situation zu beraten und Maßnahmen zu ergreifen.
Der Krisenstab Infektionsschutz des Landkreises Meißen trat am Dienstag zusammen, um über die Corona-Situation zu beraten und Maßnahmen zu ergreifen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Erstmals fällt der Sieben-Tage-Inzidenzwert des RKI für den Landkreis wieder unter 500. Er beträgt 448,9 (Vortag: 508,9). Der errechnete Wert des Gesundheitsamtes Meißen ist höher und liegt bei 491,1 (Vortag: 510,9). Das sollte aber keiner zum Anlass nehmen, die Bemühungen um ein Absenken der Infektionszahlen zu verringern, mahnte Landrat Ralf Hänsel im Krisenstab Infektionsschutz des Landratsamts am Dienstag. "Die heutige Zahl der Neuinfektionen sowie die bereits erkennbare Tendenz lässt ein erneutes Ansteigen des 7-Tage-Inzidenzwertes in den kommenden Tagen erwarten.

Gegenüber dem Vortag gibt es im Landkreis Meißen 195 neue mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Personen, teilte das Landratsamt weiter mit. Damit sind bislang 6.669 Personen positiv getestet worden. Davon befinden sich aktuell 1.598 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Anstieg am Montag betrug 76 Fälle und am Sonntag 46. Am Samstag hatte er noch 170 betragen und am Freitag den Rekordwert von 303 erreicht.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Frank Ohi, Vorstand der Elblandkliniken, bezeichnete die Situation in Meißen als angespannt. Er berichtete im Krisenstab, dass ein Patient in Absprache mit der Leitstelle in ein anderes Klinikum außerhalb des Freistaates Sachsen verlegt wurde, um Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 146 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 14 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 247 Personen sind insgesamt verstorben. Das sind sechs Todesfälle mehr als gestern.

Die meisten der aktuell 1.598 aktiven Infizierten wohnen in Riesa (295), Radebeul (232), Meißen (133) und Großenhain (122). Bis auf Radebeul steigt die Anzahl der Infizierten in allen Städten leicht. Es folgen Coswig (91), Käbschütztal und Strehla (jeweils 67), Weinböhla (64), Radeburg (63), Klipphausen (57) und Nossen (51).

Quarantäne für zwei Pflegeheime in Riesa verlängert

Amtsärztin Dr. Simone Bertuleit bestätigte am Dienstag, dass die Situation sehr angespannt sei. "Wir verzeichnen erneut einen massiven Anstieg der Meldungen aus den Laboren, die wir jetzt als Fälle aufnehmen müssen." Sie erklärte weiter, dass kein wesentlicher Rückgang trotz der getroffenen Maßnahmen erkennbar sei. Die angespannte Lage spiegele sich auch in der Anzahl der betroffenen Pflegeeinrichtungen, auch wenn in einigen die Quarantäne bereits beendet werden konnte. Bislang sind oder waren im Landkreis Meißen insgesamt 19 Pflegeeinrichtungen von Corona-Ausbrüchen betroffen, teilt das Gesundheitsamt mit.

So verlängerte der Landkreis Meißen die Quarantäne der Bewohner des Vitanas Senioren Centrum am Lutherpatz in Riesa bis einschließlich 31. Dezember 2020, festgehalten in der aktuellen Allgemeinverfügung auf www.kreis-meissen.de. Eine weitere regelt die Quarantäne der Bewohner des Riesaer Seniorenhauses "Albert Schweitzer": bis einschließlich 1. Januar 2021.

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Auch über die Feiertage werden täglich rund 40 Personen im Gesundheitsamt im Einsatz sein, so das Landratsamt Meißen. Sie erfassen unter anderem Fälle und sichern die Hotline ab. Denn: "Leider müssen wir nach den Feiertagen mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen rechnen. Darauf bereiten wir uns entsprechend vor", so Dr. Simone Bertuleit.

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