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Meißen: Rückgang an neuen Corona-Fällen

Der Inzidenzwert im Landkreis Meißen geht auf 140 zurück. Wissenschaftler sehen neue Infektions-Hochs. Nur eine andere Teststrategie kann das noch stoppen.

Blick in die Meißner Elbstraße. Von geschäftigem Trubel kann keine Rede sein. Wann wieder Normalität eintritt, ist völlig offen. Allerdings sinkt die Anzahl neuer Corona-Fälle im Landkreis Meißen wieder.
Blick in die Meißner Elbstraße. Von geschäftigem Trubel kann keine Rede sein. Wann wieder Normalität eintritt, ist völlig offen. Allerdings sinkt die Anzahl neuer Corona-Fälle im Landkreis Meißen wieder. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen im Landkreis Meißen geht deutlich zurück. Elf weitere Personen sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Damit hat sich die Gesamtzahl der positiv Getesteten auf insgesamt 13.641 erhöht. Davon befinden sich gegenwärtig 582 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Tageszuwachs am Montag betrug 35 neue Fälle, am Dienstag vergangener Woche waren es 37.

1.035 Kontaktpersonen von positiven Fällen halten sich aktuell ebenfalls in behördlich angeordneter Quarantäne auf. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 141,1 (Vortag: 147,3). Das Gesundheitsamt Meißen errechnete einen ähnlichen Wert von 141,5.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind derzeit 63 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Fünf von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Im Vergleich zur Statistik vom Montag ist eine weitere Person verstorben. Damit beläuft sich die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 557.

© Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten der aktuell 582 (Montag: 601) aktiven Infizierten wohnen laut Landratsamt in Meißen (106), Großenhain (79), Radebeul (52), Nossen (43), Radeburg (37), Coswig (36), Weinböhla (24), Riesa (23), Lommatzsch (23), Gröditz (20), Niederau (20), Käbschütztal (16) und Nünchritz/Glaubitz (15). Die geringsten aktuellen Infektionen sind in den Gemeinden Hirschstein (2) und Diera-Zehren (2).

In zwölf Schulen des Landkreises sind Corona-Fälle registriert worden. Kitas und Altenheime sind nur jeweils drei betroffen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird im Ergebnis zu deutlich höheren Inzidenzen führen als die zweite Welle. Davon sind Verkehrs- Wissenschaftler der TU Berlin überzeugt. Daran wird auch eine politische Notbremse nichts mehr ändern. Seit Mitte des Jahres 2020 nutzt das Wissenschaftler-Team Daten aus der Verkehrsplanung, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu modellieren.

Auch Impfen hilft nicht gegen die dritte Welle

Das fortschreitende Impfprogramm und auch das wärmere Wetter können an dieser Prognose nichts ändern. Bei Fortsetzung des derzeitigen Impftempos werden Mitte April knapp 15 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Erstimpfung haben. "Das senkt den R-Wert ungefähr um 15 Prozent und ist damit deutlich zu wenig, um die durch die Virus-Variante B.1.1.7 verursachte Erhöhung des R-Wertes um 35 bis 70 Prozent auszugleichen", so Studienleiter Kai Nagel. Selbst eine 50-prozentige Erhöhung des Impftempos ab 1. April reicht nicht. "Wir gehen mit schlechteren Voraussetzungen als 2020 in die wärmere Jahreszeit“, sagte Kai Nagel.

Die Simulationen zeigen deutlich: Infektionen finden praktisch nur in Innenräumen in den Bereichen eigener Haushalt, private Besuche, Arbeit und Schule statt, wenn es dort zu länger andauernden Kontakten ohne Maske kommt. Die Schließung der Nicht-Lebensmittelgeschäfte bringe kaum Wirkung.

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Allein eine groß angelegte Teststrategie mit vielen Millionen Tests in allen Bereichen könnte die dritte Welle im besten Fall auf das Niveau der zweiten Welle vom Dezember 2020 absenken.

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