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Inzidenz-Tief im Kreis Meißen wieder erreicht

Die meisten aktiven Corona-Fälle gibt es in Nünchritz/Glaubitz. Es sind aber nur neun. Ministerin: Nur die komplette Impfung schützt vor der Delta-Variante.

Das Impfzentrum Riesa in der Sachsenarena: Auch hier werden Zweittermine abgesagt. Aber nur eine vollständige Impfung schützt gegen die neue Delta-Variante.
Das Impfzentrum Riesa in der Sachsenarena: Auch hier werden Zweittermine abgesagt. Aber nur eine vollständige Impfung schützt gegen die neue Delta-Variante. © Marco Klinger

Meißen. Es geht wieder zurück auf das alte Tief. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 2,5 (Vortag: 3,3), teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Gegenüber dem Vortag ist eine weitere positiv getestete Person hinzugekommen. Der Zuwachs an neuen Corona-Fällen am Dienstag betrug zwei, am Mittwoch vergangener Woche waren es vier.

Aktuell gibt es im Landkreis Meißen 17.286 positiv getestete Personen, gegenüber dem Vortag sind sieben Fälle korrigiert worden. Gegenwärtig befinden sich 23 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind zudem zehn Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind 17 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Zwei von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Die Gesamtzahl der bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorbenen Personen beläuft sich unverändert auf 599.

© Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten der aktuell 23 (Vortag: 24) aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt jetzt in Nünchritz/Glaubitz (9), es folgen Riesa (4) sowie Großenhain und Weinböhla (je 2). Keine Fälle mehr gibt es in Diera-Zehren, Ebersbach, Gröditz, Hirschstein, Klipphausen, Moritzburg, Niederau, Priestewitz, Radebeurg, Röderaue/Wülknitz, Schönfeld/Lampertswalde, Stauchitz, Strehla und Zeithain.

Die höchsten Inzidenzwerte haben Nünchritz/Glaubitz (51,8), Weinböhla (9,7) und Riesa (6,7). Coswig liegt bei 4,8 und Radebeul bei 3. Alle anderen 20 Kommunen haben bereits eine Inzidenz von null. (Stand 21. Juni)

Knapp sechs Prozent der Zweitimpfungen fallen ersatzlos aus

Angesichts des Auftretens der hochansteckenden Delta-Variante vor allem in Dresden, aber jetzt auch in Meißen und im Raum Döbeln mahnte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping, dass nur der doppelte Impfschutz gegen die Delta-Variante schützt. "Wer den zweiten Impftermin ausfallen lässt, gefährdet sich und seine Umgebung, weil die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöht wird", so die Ministerin. In Sachsen fielen über 11 Prozent aller Zweitimpfungen in den Impfzentren aus, weil die Personen nicht zum Termin erscheinen. Die Hälfte konnte aber noch an andere Personen umgebucht werden. Die ersatzlose Ausfallrate beträgt knapp sechs Prozent. Die Zahlen im Impfzentrum Riesa sind ähnlich. Vom 8. bis 20. Juni sind 1.091 Termine ohne Rückmeldung verfallen, 974 stornierte Zweitimpfungen konnten in neue Termine umgewandelt werden, teilte DRK-Sprecher Kai Kranich mit.

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Die Gesundheitsministerin: "Alle Fachleute warnen vor einer durch die Delta-Variante dominierten vierten Welle im Herbst, auch wenn wir jetzt kaum noch Ansteckungen zählen." Die Schwere der vierten Welle wird davon abhängen, wie viele Menschen mit der kompletten Impfung geschützt sind. Köpping: "Wer denkt, er kann sich seine zweite Impfung im Herbst holen, wenn es nötig ist, der täuscht sich, denn er ist bis dahin vor allem gegen eine Infektion mit der Delta-Variante relativ ungeschützt."

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