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Meißen: Quarantäne wird auf zehn Tage verkürzt

Es gibt wieder mehr neue Corona-Fällen im Kreis Meißen. Weitere drei Covid-Patienten sind gestorben. 93 Bundeswehr-Soldaten helfen dem Gesundheitsamt.

Ein Bundeswehrsoldat leistet Amtshilfe bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionen im Gesundheitsamt. Insgesamt 93 Soldaten sind im Landkreis Meißen eingesetzt. Dazu kommen noch viele andere Helfer. Die Infektionszahlen ziehen wieder an.
Ein Bundeswehrsoldat leistet Amtshilfe bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionen im Gesundheitsamt. Insgesamt 93 Soldaten sind im Landkreis Meißen eingesetzt. Dazu kommen noch viele andere Helfer. Die Infektionszahlen ziehen wieder an. © Bundeswehr Pressefoto/dpa

Meißen. Es geht wieder deutlich kräftiger aufwärts mit den Corona-Fallzahlen. Im Landkreis Meißen sind bislang 2.270 Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Davon befinden sich gegenwärtig 658 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Gegenüber dem Vortag sind 68 neu infizierte Personen hinzugekommen (Montag: Zuwachs von 27 neuen Fällen).

Zudem sind 1.348 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 153,2 (Vortag: 162,7 ).

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 87 Einwohner des Landkreises Meißen in stationärer Behandlung. 15 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Bislang sind insgesamt 68 Personen verstorben. Dies sind drei Personen mehr als am Montag.

Die meisten aktiven Corona-Erkrankten sind in Coswig (102), Meißen (81) sowie Radebeul (68) und Riesa (57).

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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"Oberste Priorität hat für uns nach wie vor die Ermittlung der Indexfälle, anschließend findet die Kontaktverfolgung statt. Das Gesundheitsamt hat jedoch mit verstärktem Personalausfall – auch durch an Covid-19 erkrankte Mitarbeiter – zu kämpfen“, so die stellvertretende Landrätin Janet Putz in der Sitzung des Krisenstabes am Dienstag. Künftig wird sich die Quarantänezeit für positiv getestete Personen auf zehn Tage verkürzen. Dies gilt ab sofort für alle Tests, die seit dem 23. November vorgenommen wurden. Individuelle Regelungen bleiben dem Gesundheitsamt vorbehalten. Dieses Vorgehen folgt den Empfehlungen des RKI und wird auch in den anderen sächsischen Landkreisen so gehandhabt. Kontaktpersonen bleiben aber auch weiterhin für 14 Tage in Quarantäne.

Gegenwärtig sind innerhalb des Landratsamtes 107 Mitarbeiter in das Gesundheitsamt abgeordnet. Vor allem für die Hotline werden weiterhin Mitarbeiter benötigt. Nach wie vor finden Schulungen für die neuen Mitarbeiter statt.

Auch Ärzte im Ruhestand aus dem Landkreis wollen helfen. Hilfe erhält das Gesundheitsamt ebenfalls durch Angestellte der AOK, neben den bereits in den vergangenen Wochen aktiven Helfern aus der Fachhochschule, der Landesdirektion, von THW und Bundeswehr. So sind aktuell 93 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Schwerpunkte bilden dabei Alten- und Pflegeeinrichtungen. Ronald Voigt, Amtsleiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen, konnte vermelden, dass die Bundeswehr am 27. November die Unterstützung im Pflegeheim „Schöner Blick“ in Nossen nach dem Corona-Ausbruch beenden kann.

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