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Kreis Meißen: Inzidenz steigt wieder an

Im Krankenhaus müssen nur noch vier Einwohner des Landkreises Meißen wegen Corona behandelt werden. Forscher: Kinder stecken sich selten an.

Elblandklinik in Meißen: Nur noch vier Bewohner des Landkreises Meißen müssen wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden, einer davon auf der Intensivstation. Die Inzidenz im Kreis steigt am Montag auf 1,2.
Elblandklinik in Meißen: Nur noch vier Bewohner des Landkreises Meißen müssen wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden, einer davon auf der Intensivstation. Die Inzidenz im Kreis steigt am Montag auf 1,2. © Elblandkliniken

Meißen. Langsam geht es wieder bergauf. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 1,2 (Freitag: 0,8), teilte das Landratsamt am Montag mit. Über das Wochenende sind zwei weitere positiv getestete Personen hinzugekommen. Insgesamt gibt es im Landkreis Meißen 17.259 positiv getestete Personen, von denen sich sieben sowie weitere neun Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell vier Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt. Bislang sind im Landkreis Meißen 601 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In der Region Dresden sind immer noch 41 Betten (Sachsen: 104 Betten) auf der Normalstation mit Covid-Patienten belegt. Das ist eine Auslastung von 25 Prozent. Auf der Intensivstation sind 14 Betten belegt (Sachsen: 26). Das ist eine Auslastung rund 17 Prozent. Die sieben aktuell aktiven Infizierten im Landkreis Meißen kommen laut Landratsamt aus Gröditz (1), Moritzburg (1), Nossen (1) sowie Meißen und Riesa (je 2). In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf.

Alle Gemeinden im Landkreis Meißen haben eine Inzidenz von null, bis auf Gröditz (14,3), Riesa (6,7) und Meißen (3,5). (Stand 19. Juli)

Gute Nachricht aus der Wissenschaft: Kinder stecken sich weniger häufig mit Corona an und - falls sie doch erkranken - entwickeln trotz eines oft sehr milden oder sogar symptomfreien Verlaufs eine sehr wirksame und anhaltende Immunabwehr gegen neue Coronavirus-Infektionen. Das erforschten Experten der Uniklinik Freiburg. Für die neue Studie wurden 328 Familien mit mindestens einem an Covid-19 erkrankten Mitglied mehrfach untersucht.

Kinder ohne Husten und Fieber

Ergebnis: Kinder stecken sich (34 Prozent) deutlich seltener an als Erwachsene (58 Prozent) und waren – im Fall einer Infektion – fünfmal häufiger ohne Krankheitszeichen (Erwachsene: 9 Prozent, Kinder: 45 Prozent). Trotzdem zeigten die Kinder elf bis zwölf Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende Antikörperspiegel als Erwachsene. Die kindlichen Antikörper sind gut wirksam gegenüber verschiedenen Virusvarianten, sodass auch nicht sichtbar erkrankte Kinder nach einer Infektion geschützt sein sollten. Keines der infizierten Kinder musste im Krankenhaus behandelt werden.

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Auch bei den Beschwerden unterschieden sich Erwachsene und Kinder. Während bei Erwachsenen Fieber, Husten, Durchfall und Geschmacksstörungen gleichermaßen ein guter Hinweis auf eine Infektion waren, waren bei Kindern nur Geschmacksstörungen ein deutlicher Hinweis auf eine Covid-19-Infektion (87 Prozent). Husten und Fieber waren erst mit steigendem Alter ab etwa zwölf Jahren ein Hinweis auf eine Infektion.

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