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Meißen: Corona-Inzidenz sinkt unter die Schwelle von 50

Der Anstieg der Fallzahlen im Landkreis Meißen nahm aber leicht zu. In Hirschstein gibt es nur einen aktiven Corona-Fall. Ist Covid-19 eine Berufskrankheit?

So soll er mal aussehen, der digitale Impfpass fürs Smartphone. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums soll er bis spätestens 30. Juni kommen. Er soll von Impfzentren und Hausärzten ausgestellt werden.
So soll er mal aussehen, der digitale Impfpass fürs Smartphone. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums soll er bis spätestens 30. Juni kommen. Er soll von Impfzentren und Hausärzten ausgestellt werden. © Soeren Stache/dpa

Meißen. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen rutscht weiter ab und jetzt sogar unter die Schwelle von 50. Bislang sind insgesamt 17.291 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Davon befinden sich aktuell 315 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Im Vergleich zum Vortag sind 26 weitere positiv getestete Personen hinzugekommen. Der Anstieg der Fallzahlen am Mittwoch betrug 15, am Donnerstag vor einer Woche waren es noch 53.

Zudem befinden sich gegenwärtig 271 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 45,1 (Vortag: 57,5) und liegt damit den ersten Werktag unter dem Schwellenwert von 50. Für neue Lockerungen sind vier weitere Werktage unter der 50 nötig.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 36 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden sechs auf der Intensivstation behandelt. Im Landkreis werden 23 Covid-Patienten (auch von außerhalb) auf Intensivstationen behandelt. Unverändert zu den Vortagen beläuft sich die Zahl der Verstorbenen auf 587 Personen.

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Die meisten der aktuell 315 (Vortag: 321) aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt in Radebeul (49), es folgen Coswig (35), Meißen (33), Nossen (29), Riesa (25), Klipphausen (22) und Großenhain (20). Die wenigsten Fälle hat die Gemeinde Hirschstein (1).

Die höchsten Inzidenzwerte haben die Gemeinde Ebersbach (182,5), Strehla (161,2) und Niederau (148,4). Coswig liegt bei 91,6, Meißen bei 74,3, Radebeul bei 73,8, Großenhain bei 38,5 und Riesa sogar bei nur bei 33,6 (Stand 26. Mai). Weinböhla hat in den letzten sieben Tagen nur einen neuen Corona-Fall und somit eine Inzidenz von 9,7. Diese Werte sind nur zur Information, sie haben keine Bedeutung für mögliche Öffnungs- oder Schließungsmaßnahmen. Dafür gelten ausschließlich die Inzidenzwerte des Robert-Koch-Instituts für den gesamten Landkreis Meißen.

„Eine Erkrankung mit Covid-19 wird bereits unter bestimmten Voraussetzungen als Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannt“, sagt Projektleiterin Dr. Katrin Müller von der TU Chemnitz. Seit Beginn der Pandemie erhielt die gesetzliche Unfallversicherung zunehmend Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sowie Arbeitsunfallmeldungen im Zusammenhang mit Corona. Allein bis 30. April 2021 wurden 71.273 Berufskrankheiten im Zusammenhang mit Covid-19 anerkannt. Wegen ihres Berufs besonders gefährdet für eine Infektion sind Beschäftigte im Gesundheitsdienst sowie in der Wohlfahrtspflege oder in Laboratorien. Unklar ist bisher, welche Folgeerkrankungen und Langzeiteffekte Covid-19 auf die physische und psychische Gesundheit sowie Arbeitsfähigkeit bewirkt und ob krankheitsbedingte Einschränkungen dauerhaft sind, so die Chemnitzer Wissenschaftlerin. Nach bisherigen Erkenntnissen seien beispielsweise Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Aufmerksamkeitsdefizite typische anhaltende Symptome bei Long-Covid-Erkrankten.

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