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Inzidenz im Landkreis Meißen sinkt plötzlich wieder

Riesa löst Radebeul als Stadt mit den meisten aktiven Corona-Fällen ab. Stiko empfiehlt die Covid-Impfung für Schwangere und Stillende.

Eine Flasche mit Desinfektionsmittel steht in einem Wahllokal neben dem Schild Wahlraum. Offensichtlich hat es geholfen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Montag auf 36,2. gefallen.
Eine Flasche mit Desinfektionsmittel steht in einem Wahllokal neben dem Schild Wahlraum. Offensichtlich hat es geholfen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Montag auf 36,2. gefallen. © Rolf Vennenbernd/dpa

Meißen. Nach dem Anstieg vom Wochenende geht es plötzlich wieder abwärts. Das Robert-Koch-Institut meldet für Montag einen Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 36,2 (Vortag: 44,9). Das teilte das Landratsamt mit. 14 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen sind gegenüber Sonntag hinzugekommen. Bislang sind insgesamt seit Beginn der Pandemie 17.722 Personen im Landkreis Meißen positiv getestet worden. Drei Fälle wurden gegenüber dem Vortag korrigiert. 194 positiv getestete Personen sowie 111 Kontaktpersonen befinden sich gegenwärtig in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell sechs Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird keine Person auf der Intensivstation behandelt. 603 Personen sind bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 194 (Freitag: 176) aktiven Corona-Infizierten leben die meisten jetzt in Riesa (39). Der bisherige Spitzenreiter Radebeul (36) folgt. Danach kommen Coswig (19) und Meißen (18). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Röderaue/Wülknitz (94,6), Klipphausen (67,9) sowie Weinböhla (67,3). Fünf Kommunen haben noch eine Inzidenz von null. (Stand 20. September).

Keine Gefahr für Schwangere durch Impfung

Es ist eine wichtige Nachricht für alle Frauen, die ein Kind erwarten, stillen oder eine Schwangerschaft planen. Nach einer neuen Bewertung empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut ab sofort allen noch ungeimpften Schwangeren ab dem 2. Schwangerschafts-Drittel sowie ungeimpften Stillenden die Corona-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs: im Abstand von 3 bis 6 Wochen (Comirnaty, Biontech) bzw. im Abstand von 4 bis 6 Wochen (Spikevax, Moderna).

Wenn die Schwangerschaft nach der Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die zugehörige Zweitimpfung auch erst ab dem 2. Schwangerschafts-Drittel durchgeführt werden, empfiehlt die Stiko. Wie die Autoren der Stiko-Empfehlung ausführen, erzeugt die Impfung in gleichem Maße bei Schwangeren wie bei Nicht-Schwangeren eine sehr gute Schutzwirkung vor Infektion und schweren COVID-19-Verläufen. Vorliegende Daten zur Sicherheit zeigten kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten Nebenwirkungen während der Schwangerschaft oder ein erhöhtes Risiko während der Stillzeit für Mutter und Kind, insbesondere nicht von Fehlgeburten bis zur 19. Schwangerschaftswoche, Frühgeburten, Totgeburten oder Missbildungen. Um Schwangere auch indirekt zu schützen, wird zudem seitens der gynäkologischen Fachverbände die Impfung von engen Kontaktpersonen, insbesondere den unmittelbaren Lebenspartnern empfohlen.

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