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Dem Kreis Meißen drohen Ausgangssperren

Das Landratsamt meldet neuen Corona-Rekord. Gegenüber dem Vortag gab es einen Anstieg von 217 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert steigt über die 200.

Ärzte und Krankenschwestern betreuen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation. Im Landkreis Meißen gab es am Freitag den größten Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen. Damit ist Meißen ein besonderer Hotspot geworden.
Ärzte und Krankenschwestern betreuen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation. Im Landkreis Meißen gab es am Freitag den größten Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen. Damit ist Meißen ein besonderer Hotspot geworden. © Attila Balazs/MTI/AP/dpa (Symbolbild)

Meißen. Solch einen großen Tagesanstieg an neuen Corona-Fällen hat der Landkreis Meißen noch nie gesehen. Die alte Rekordmarke von Anfang November hat sich am Freitag mehr als verdoppelt. Der Zuwachs zum Vortag beträgt 217 Neuinfektionen, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Der alte Rekordwert lag bei 103. Im Landkreis Meißen gibt es damit insgesamt 2.672 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Personen. Davon befinden sich 734 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne.

Zudem sind 985 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen hat die Marke von 200 durchbrochen und liegt bei 248,5 (Vortag: 193,4). Das Robert Koch-Institut vermeldet dagegen am Freitag für den Landkreis Meißen nur einen Inzidenzwert von 88,5. Es gilt aber weiterhin die Regel: Das Gesundheitsamt Meißen hat immer die aktuelleren Werte, das RKI hängt mit der Aufarbeitung der Daten hinterher und hat die niedrigeren Werte. Womöglich wird es bei später sinkenden Fallzahlen dann andersherum verlaufen.

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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 86 Einwohner des Landkreises Meißen in stationärer Corona-Behandlung. 20 davon liegen auf der Intensivstation. 78 Personen sind insgesamt verstorben. Das ist eine Person mehr als am Vortag.

Die meisten der jetzt 734 aktiven Corona-Erkrankten sind in Coswig (100), Radebeul (84), Meißen (82) und Riesa (69). Danach folgt Großenhain (50).

Eine genaue Erklärung für den starken Anstieg der Fallzahlen lieferte das Landratsamt nicht. Man habe "alle Kraft in die Indexermittlung und -erfassung gelegt und damit einen kleinen Rückstand aufgeholt", so Landratssprecherin Anja Schmiedgen-Pietsch. Eine neue Einrichtung mit einem Corona-Ausbruch gebe es nicht.

© Gesundheitsamt Meißen
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Dem Landkreis Meißen drohen, falls der Inzidenzwert über 200 bleibt, ab Dienstag schärfere Corona-Beschränkungen. Dazu gehören ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, Ausgangssperren, strikte Kontaktbeschränkungen und eine Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Demonstrationen auf höchstens 200. Es könnte auch zu schulspezifischen Maßnahmen kommen wie den Wechsel- oder Hybridunterricht ab Klassenstufe acht. Die Maskenpflicht an Schulen könnte ausgeweitet werden.

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