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Meißen: Kräftiger Anstieg der neuen Corona-Fälle

Der Inzidenzwert im Landkreis Meißen fällt aber weiter. Es gibt acht neue Todesfälle. Der Nachschub an Impfstoff lässt auf sich warten.

Ziemlich leer hier: Blick ins Dresdner Impfzentrum an der Messe Dresden. Im Impfzentrum des Landkreises Meißen in Riesa sieht es ähnlich aus. Die Betreiber hoffen jetzt auf mehr Impfstoff-Lieferungen von Biontech, Moderna und Astra-Zeneca.
Ziemlich leer hier: Blick ins Dresdner Impfzentrum an der Messe Dresden. Im Impfzentrum des Landkreises Meißen in Riesa sieht es ähnlich aus. Die Betreiber hoffen jetzt auf mehr Impfstoff-Lieferungen von Biontech, Moderna und Astra-Zeneca. © Sven Ellger

Meißen. Erneut ein Anstieg. Bislang gibt es 11.863 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen im Landkreis Meißen. Davon befinden sich gegenwärtig 571 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Vortag sind am Donnerstag 72 positiv getestete Personen hinzugekommen. Am Mittwoch betrug der Zuwachs 50 neue Fälle, am Dienstag zwölf, am Montag 37, am Sonntag 50 und am Samstag 58.

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Es sind zudem 700 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt 156,4 (Vortag: 169,2). Das Gesundheitsamt Meißen errechnete eine Inzidenz von 145,2.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 173 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 17 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Insgesamt sind bislang 490 Personen verstorben. Das sind acht weitere Todesfälle Personen im Vergleich zum Vortag.

© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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Die Zahl der aktiven Infizierten ist ebenfalls gestiegen. Die meisten der aktuell 571 (Vortag: 534) Personen wohnen in Riesa (93). Es folgen Meißen (70), Großenhain (41), Coswig (40), Radebeul (35), Verwaltungsgemeinschaft Nünchritz/Glaubitz (32), Strehla (23), Moritzburg (23), Nossen (23), Klipphausen (22), Schönfeld/Lampertswalde (20), Weinböhla (20) und Gröditz (19).

Mit dem Impfen geht es auch im Landkreis Meißen nur langsam voran. Grund sind die Lieferverzögerungen beim Impfstoff. Nach den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna wird die EU dem schwedisch-britischen Hersteller Astra-Zeneca vermutlich an diesem Freitag die Genehmigung erteilen. Alle drei Impfstoffe erfordern zwei Wirkstoffgaben im Abstand von drei bis vier Wochen. Bei beiden Impfungen sollte stets das gleiche Präparat zum Einsatz kommen. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wird bei minus 70 Grad aufbewahrt, bei Moderna genügen etwa minus 20 Grad. Ein großer Vorteil bei Astra-Zeneca ist, dass man den Impfstoff bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad lagern kann.

Die Preise sind nicht öffentlich: Vermutlich kostet eine Dosis des Moderna-Impfstoffs rund 15 Euro, eine von Biontech/Pfizer 12 Euro, eine von Astra-Zeneca nur 1,78 Euro. Deutschland hat sich nach Angaben der FAZ mehr als 90 Millionen Dosen von Biontech gesichert, von Moderna rund 50 Millionen Dosen. Für das Präparat von Astra-Zeneca sollten es eigentlich rund 56 Millionen sein.

Beim zweiten deutschen Hersteller Curevac geht es langsamer voran. Zwar soll die Produktion des Impfstoffs schon im Februar starten, mit einer Zulassung ist wohl aber erst in Monaten zu rechnen.

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