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Meißen: Inzidenz hält sich auf tiefem Niveau

Am Montag ist im Landkreis Meißen nur noch ein neuer Corona-Fall registriert worden. Experten: Mit der Corona-Warn-App sind Chancen verspielt worden.

Die Corona-Warn-App kann jetzt auch Impfzertifikate speichern. Doch so richtig erfolgreich ist sie nie geworden. Forscher wissen auch, warum. Die Inzidenz im Landkreis Meißen hält sich bei 2,5.
Die Corona-Warn-App kann jetzt auch Impfzertifikate speichern. Doch so richtig erfolgreich ist sie nie geworden. Forscher wissen auch, warum. Die Inzidenz im Landkreis Meißen hält sich bei 2,5. © Lars Halbauer

Meißen. Die Inzidenz hält sich auf sehr niedrigem Niveau. Das Robert-Koch-Institut ermittelt für den Landkreis Meißen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 2,5 (Vortag: 2,5). Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Der bisherige Rekordwert für dieses Jahr war 2,1 am Ende der vorigen Woche. Gegenüber dem Vortag ist ein neuer Corona-Fall hinzugekommen. Am Sonntag war es ebenfalls einer, am Montag vergangener Woche ebenso.

Aktuell gibt es im Landkreis Meißen 17.267 positiv getestete Personen. 14 Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind zudem sechs Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne. Unabhängig vom Status der Quarantäne sind zwölf Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Drei von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Die Gesamtzahl der bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorbenen Personen beläuft sich zu den Vortagen unverändert auf 600.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten der aktuell 14 (Freitag: 15) aktiven Infizierten gibt es laut Landratsamt jetzt in Nünchritz/Glaubitz (5), es folgen Riesa (2) sowie Großenhain (2). Keine Fälle mehr gibt es in Ebersbach, Gröditz, Hirschstein, Klipphausen, Lommatzsch, Meißen, Moritzburg, Niederau, Nossen, Priestewitz, Radeburg, Röderaue/Wülknitz, Schönfeld/Lampertswalde, Stauchitz, Strehla, Thiendorf und Zeithain.

Die höchsten Inzidenzwerte haben Käbschütztal (36,5), Diera-Zehren (30,9) und Nünchritz/Glaubitz (12,9). Radebeul liegt bei 5,9, Großenhain bei 5,5 sowie Riesa bei 3,4. Alle anderen 19 Kommunen haben bereits eine Inzidenz von null. (Stand 27. Juni)

Corona-Warn-App ein Flop?

Der Einsatz digitaler Werkzeuge für die Kontaktverfolgung wird bis auf Weiteres auch bei hoher Immunisierungsrate der Bevölkerung notwendig bleiben, heißt es in einem neuen Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Wegen der neuen Virus-Varianten bestehe das Risiko neuer Infektionswellen. Ein viel genutztes digitales Werkzeug ist die Corona-Warn-App, die mit staatlicher Unterstützung entwickelt wurde und seit Juni 2020 zur Verfügung steht. Seit April 2021 bietet sie zusätzlich eine Check-in-Funktion und seit Mitte Juni kann sie den Impfstatus anzeigen. Für die Pandemiebekämpfung sind aber höhere Nutzungszahlen der App wünschenswert, heißt es in dem Diskussionspapier. Die Autoren setzen vor allem auf die Check-in-Funktion für die Registrierung in Geschäften, in der Gastronomie und bei Veranstaltungen ‒ für die es neben der Corona-Warn-App auch weitere Lösungen gibt (etwa die Luca-App) ‒ sowie auf die Anzeige von Testergebnissen und des Impf- sowie Genesenenstatus.

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Voraussetzung für eine höhere Akzeptanz der App ist, dass ihr Einsatz freiwillig erfolgt und die Wirkungsweisen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden, schreiben die Experten. Nach der Einführung der Corona-Warn-App seien aber Chancen verspielt worden, das Vertrauen der Bevölkerung in die App zu stärken und die Nutzung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wichtig sei auch eine kontinuierliche Bewerbung der App.

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