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Kreis Meißen: Inzidenz an einem Tag um 50 Prozent gestiegen

Im Landkreis Meißen gibt es sieben neue Corona-Fälle. AOK: Einige Patienten gehen aus Angst vor Corona auch in der dritten Welle nicht ins Krankenhaus.

Die Elblandkliniken in Meißen. Im Moment ist die Corona-Station fast leer. Doch das kann sich wieder ändern. Nach einer AOK-Studie liegt das Durchschnittsalter von Corona.-Patienten bei 64 Jahren. Die Inzidenz im Kreis Meißen ist auf 4,6 angestiegen.
Die Elblandkliniken in Meißen. Im Moment ist die Corona-Station fast leer. Doch das kann sich wieder ändern. Nach einer AOK-Studie liegt das Durchschnittsalter von Corona.-Patienten bei 64 Jahren. Die Inzidenz im Kreis Meißen ist auf 4,6 angestiegen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Trend ist stark nach oben gerichtet. Sieben weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen sind im Landkreis Meißen gegenüber dem Vortag hinzugekommen, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts beträgt damit 4,6. Das ist ein Anstieg um mehr als 50 Prozent zum Vortag (2,9). Im Landkreis Meißen gibt es jetzt 17.271 positiv getestete Personen, von denen sich gegenwärtig 16 sowie weitere acht Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden.

Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell eine im Landkreis Meißen wohnhafte Person als stationär aufgenommen, jedoch nicht auf der Intensivstation. Die Zahl der Verstorbenen beläuft sich unverändert auf 602 Personen.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In der Region Dresden sind immer noch 42 Betten (Sachsen: 91 Betten) auf der Normalstation mit Covid-Patienten belegt. Das ist eine Auslastung von 25 Prozent. Auf der Intensivstation sind 13 Betten belegt (Sachsen: 22). Das ist eine Auslastung von rund 17 Prozent. Auch mit den aktiven Infizierten geht es aufwärts. Die 16 (Vortag: 10) aktuell aktiven Infizierten im Landkreis Meißen kommen laut Landratsamt aus Gröditz (1), Meißen (3), Moritzburg (2), Nossen (1), VG Nünchritz/Glaubitz (1), Radebeul (1) und Riesa (6). In allen anderen Gemeinden treten gegenwärtig keine aktiven Fälle auf.

Alle Gemeinden im Landkreis Meißen haben eine Inzidenz von null, bis auf Moritzburg (12), Nossen (9,5) und Meißen (3,5). (Stand 26. Juli)

Aus Angst vor Corona mieden auch in der dritten Pandemie-Welle einige Patienten eine Einweisungen ins Krankenhaus. Das stellte die AOK jetzt in einer neuen Studie fest. Allerdings in geringerem Maße als in den Wellen zuvor. Im Juni 2021 liegen die Fallzahlen nur noch fünf Prozent unter dem Niveau von Juni 2019. In der zweiten Welle (Oktober 2020 bis Februar 2021) betrug der Rückgang noch minus 20 Prozent, in der ersten Welle im Frühjahr 2020 (März bis Mai) sogar minus 27 Prozent.

Auffällig ist die Entwicklung bei sogenannten ambulant-sensitiven Krankheitsbildern. „Bei Krankenhausbehandlungen zu Indikationen wie Diabetes, Herzinsuffizienz oder der chronischen Lungenerkrankung, die auch von entsprechend qualifizierten niedergelassenen Ärzten behandelt werden können, sehen wir weiterhin sehr starke Einbrüche von bis zu 50 Prozent“, berichtet Jürgen Klauber vom Wissenschaftlichen Institut der AOK.

Über die Hälfte der beatmeten Patienten stirbt

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Die aktuelle Auswertung macht zudem sichtbar, dass Patienten mit Covid-19, die zu Beginn der dritten Welle in den Kliniken behandelt wurden, im Schnitt jünger waren als die Patienten in den vorangegangenen Pandemiewellen. Das Durchschnittsalter liegt bei 63,6 Jahren (erste Welle: 68 Jahre, zweite Welle: 69,6 Jahre). Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Corona-Patienten im Krankenhaus ist von rund 15 auf 17 Tage gestiegen. Der Anteil der beamteten Patienten blieb von der ersten zur dritten Welle relativ konstant bei 17 Prozent. Über den gesamten Zeitraum liegt die Sterblichkeit bei beatmeten Patienten bei über 50 Prozent.

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