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Kreis SOE: Was Corona-Schnelltests ab Montag kosten

Ab 11. Oktober gilt bundesweit eine neue Testverordnung. Nicht geregelt ist darin der Preis. Das sorgt für teilweise enorme Unterschiede im Landkreis.

Corona-Schnelltests, wie hier im ASB-Testzentrum in Neustadt, werden ab 11. Oktober kostenpflichtig. Das sorgt für teils enorme Preisunterschiede im Landkreis.
Corona-Schnelltests, wie hier im ASB-Testzentrum in Neustadt, werden ab 11. Oktober kostenpflichtig. Das sorgt für teils enorme Preisunterschiede im Landkreis. © Steffen Unger

Für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, wird es unbequemer, wenn sie weiter am öffentlichen Leben teilnehmen wollen. Denn ab dem 11. Oktober gilt bundesweit eine neue Testverordnung. Diese legt fest, dass Corona-Schnelltests oder die sogenannten Bürgertests künftig nicht mehr kostenlos sind - ab Montag muss in der Regel dafür gezahlt werden.

Auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Hier gilt wegen der aktuellen Inzidenz von knapp unter 100 die 3G-Regel. Das bedeutet, dass alle nicht Geimpften oder nicht Genesenen einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen müssen, wenn sie zum Beispiel im Restaurant essen, zum Frisör gehen, eine Schwimm- oder Turnhalle betreten oder eine Veranstaltung besuchen wollen. Der Testnachweis ist auch bei vielen anderen Gelegenheiten inzwischen Pflicht. Lediglich Geimpfte und Genesene sind davon befreit.

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Ausnahmen gelten für Kinder oder Schwangere

Mit der Abschaffung der kostenlosen Schnelltests, die am 1. März 2021 eingeführt wurden, wird es nun für viele teurer. Ausnahmen gibt es nur für Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung besteht.

Das gilt für Kinder unter zwölf Jahren, bis zum 31. Dezember auch für Minderjährige zwischen 13 und 17 Jahren und Schwangere. Menschen mit Symptomen können sich weiterhin kostenlos testen lassen – am besten beim Hausarzt. Auch Kontaktpersonen haben zur Beendigung der Quarantäne einen Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest sowie Genesene, deren Corona-Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt.

Corona-Tests in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen bleiben weiterhin kostenfrei. Dabei darf jedoch kein Test-Zertifikat ausgestellt werden beziehungsweise gilt ein solches nicht für die Nutzung von 3G-Angeboten.

Auch die Tests in der Schule bleiben kostenlos. Schüler gelten laut Corona-Schutz-Verordnung auch ohne besonderen Nachweis der Schule als getestet und können 3G-Angebote nutzen. Das gilt auch in den Ferien.

Alle anderen müssen für einen Schnelltest zahlen. Wie viel die Tests ab Montag kosten, das ist nicht einheitlich geregelt. Über die Preise entscheiden die Betreiber der Testzentren oder auch die Apotheken allein. Es gibt dazu keine gesetzlichen Vorgaben.

Großes Preisgefälle im Landkreis

Die offene Preisgestaltung sorgt im Landkreis für teils enorme Unterschiede. Im Bürgerhaus in Bannewitz werden für einen Schnelltest nach Informationen der Gemeinde künftig 11,50 Euro verlangt (nur Kartenzahlung). Das Testzentrum in Bannewitz zählt damit zu den günstigsten im Kreis.

Denn ansonsten variieren die Preise meist zwischen 15 und 20 Euro. Im Testzentrum des ASB in Neustadt kostet ein Corona-Schnelltest ab Montag beispielsweise 15 Euro, ein PCR-Test 79 Euro. Im Hotel & Gasthof "Zur Post“ in Pirna-Zehista sollen die Testkosten ebenfalls 15 Euro betragen (nur Barzahlung), heißt es. Auf ein ähnliches Preisniveau haben sich die Apotheke am Kohlhau in Geising und die Stadt-Apotheke in Altenberg festgelegt. Genau 18 Euro sind hier ab Montag für einen Schnelltest fällig.

Deutlich mehr wird im Johanniter-Testzentrum in Heidenau verlangt. 25 Euro wird ein Schnelltest ab 11. Oktober kosten, teilt Johanniter-Sprecher Danilo Schulz auf Nachfrage von Sächsische.de mit und erklärt den Preisunterschied. In Heidenau habe man ein reines Testzentrum eingerichtet. Anders, als beispielsweise in Apotheken oder Praxen, müsse dafür extra Personal abgestellt werden. Und das koste.

Zudem gehöre das Testzentrum in Heidenau zu den wenigen Einrichtungen, die auch am Wochenende geöffnet haben. Der Preis von 25 Euro sei nötig, um kostendeckend arbeiten zu können. "Wir sind froh, wenn am Ende eine Null unter der Abrechnung steht", sagt er. Zudem könnte der Preis noch angepasst, das heißt reduziert werden, wenn es die Kalkulation zulässt. Das wurde aktuell beim PCR-Test bereits getan. Hier wurde der Preis von einst 130 auf nun 75 Euro gesenkt.

Nachfrage nach Tests steigt wieder

Im Testzentrum in Heidenau ist die Nachfrage seit September merklich gestiegen. "Im Vergleich zur Corona-Hochzeit liegen wir im Moment jedoch bei etwa einem Drittel der Testzahlen", sagt Danilo Schulz. Vor allem am Wochenende würden sich mehr Menschen auf das Coronavirus testen lassen, zum Beispiel, um ein Restaurant oder eine Veranstaltung besuchen zu können.

Ein Trend, den auch das DRK in Sebnitz bestätigen kann. Das dortige Testzentrum wird wieder stärker besucht. "Nachdem im Sommer deutlich weniger getestet wurde", sagt Jan Koberger vom DRK-Kreisverband Sebnitz. Wie viel ein Schnelltest hier kosten wird, dazu konnte das DRK am Freitag noch keine Auskunft geben, denn die Abstimmungen zur konkreten Summe würden noch laufen.

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Eine Übersicht der Corona-Testzentren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gibt es hier.

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